Mittwoch7. Januar 2026

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Die Zukunft des öffentlichen Transports

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Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums des Sektors öffentlicher Dienst beim Landesverband organisiert die Gewerkschaft dieses Jahr mehrere Konferenz zu wichtigen nationalen Themen. Diese Woche stand die Frage der Zukunft des öffentlichen Transports in Luxemburg im Mittelpunkt.

Der Verkehr ist ein populäres Thema, weil eigentlich jeder davon betroffen ist und folglich seine eigene Meinung hat. Luxemburg ist ein Land, in dem das Auto einen hohen Stellenwert genießt. Der Pkw ist zugleich Statussymbol und Garant einer großen Bewegungsfreiheit. Wie also schafft man den Mentalitätswandel? Wie kann die Attraktivität des öffentlichen Transports gesteigert und der Verkehr gemeistert werden? Alex Kies, Direktor des RGTR, erklärte am Donnerstagabend, dass das Großherzogtum in den 80er Jahren autoorientiert war und der öffentliche Transport nicht ausreichend gefördert wurde. Dadurch sei ein Rückstand entstanden. In den letzten Jahren habe es aber zahlreiche Verbesserungen gegeben, erläuterte Christian Mousel vom „Verkéiersverbond“.

In Zukunft sei es wichtig, auf die neuen Technologien zu setzen, wie das sich in Ausarbeitung befindende Telematik-Projekt – ein Leitsystem, an dem sämtliche Busse angeschlossen werden und das dem Nutzer verlässliche Informationen in Echtzeit ermöglichen soll. Eine gute Auskunft über die Möglichkeiten des öffentlichen Transports sei eine Voraussetzung für dessen Attraktivität, so Mousel.

Eine öffentliche Dienstleistung

FNCTTFEL-Präsident Guy Greivelding unterstrich, dass es keinen öffentlichen Transport ohne die dort arbeitenden Menschen geben kann. Sie seien der Garant für Qualität und Sicherheit im öffentlichen Transport. Deshalb seien genügend Personal und gute Arbeitsbedingungen wichtig. Auch sei der Transport eine öffentliche Dienstleistung. Demnach sei es unabdinglich, dass er in öffentlicher Hand bleibe, so Greivelding. Die Einführung der Konkurrenz würde negative Auswirkungen auf Angebot und Qualität haben. Francis Hengen (Mouvement écologique) plädierte für eine Konsultation der Bürger in Sachen Verkehrspolitik. Auch ein systematisches Beschwerdemanagement müsste her. Außerdem kritisierte Hengen, mit der rezenten Tariferhöhung im öffentlichen Transport habe die Regierung eindeutig das falsche Signal gesendet.

Auch Raymond Bartocci („Aktioun Ëffentlechen Transport“) schloss sich dieser Kritik an. Bartocci und Hengen hoben ebenfalls die Wichtigkeit der Landesplanung hervor. Diese sei bislang oftmals inexistent gewesen. In Zukunft gelte es, beim Bau von Industriezonen, großen Supermärkten usw. den Anschluss an den öffentlichen Transport von Anfang an mitzuplanen.