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«Die Leute wollen draußen bleiben»

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Eine groß angelegte Polizeiaktion von Donnerstagabend, bei der Kneipengäste gegen 22 Uhr gebeten wurden, sich wegen Lärmbelästigung von der Terrasse ins Innere der Gaststätten zu begeben, schlägt Wellen.

Betroffen waren Einrichtungen am Pariser Platz und in Hollerich, das berichtet RTL.lu auf seiner Website. Der Präsident der Horesca und oberste Repräsentant des Hotel- und Gaststättenverbandes, François Koepp, weiß noch von betroffenen Etablissements in der rue Philippe II.

Koepp bestätigt den Vorfall auf Anfrage des Tageblatt. Die Gäste wurden mit dem Verweis auf ein existierendes Gemeindereglement, nach dem ab 22 Uhr die Nachtruhe zu wahren ist, von der Polizei aufgefordert, den öffentlichen Raum zu verlassen. Koepp bestätigt die Existenz dieses Reglements, verweist aber darauf, dass die letztendliche Entscheidungsgewalt beim Bürgermeister liege. Xavier Bettel habe ihm gestern in einem Telefonat bestätigt, dass die Aktion nicht von ihm angeordnet worden sei. Koepp stört sich aber noch an anderen Ungereimtheiten.

„Die Lärmbelästigung ist Quatsch; wer wohnt noch am Pariser Platz?“, fragt er sich, der sich Sorgen um die Branche macht. „Bei dem Wetter ist es doch normal, dass die Leute draußen sitzen wollen“, sagt Koepp, der gestern von Anrufen seiner Klientel überrollt wurde.

Kann nicht Politik sein

Dasselbe gelte für die rue Philippe II. „Alle Kneipen an der place d’Armes, die um die Ecke liegt, haben bis 1.00 Uhr nachts auf, da soll das in der rue Philippe II zu laut sein?“, sagt er. Wenn das Beispiel Schule mache, könne sich die Stadt anstrengen, wie sie will, dann bleibt die Kundschaft weg und auch die Touristen, so Koepp. „Das kann nicht die Politik einer Stadt sein“, sagt Koepp. Der Rathauschef hat offensichtlich gestern bei der Polizei auf seine Souveränität bezüglich dieser Angelegenheiten hingewiesen, wie RTL.lu berichtet. wie