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Der Verteidiger wirft hin

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Nach dem überraschenden Geständnis einer der Angeklagten im sogenannten "Brasilien-Mordprozess" legt der Verteidiger sein Mandat nieder. Der Prozess wird bis Juni ausgesetzt.

Der Prozess gegen die Laotin Brigitte D. und ihre brasilianische Freundin Tania M., denen der Auftragsmord an Henri Z. am 25. Oktober 2011 in Brasilien vorgeworfen wird, nahm an Montag mit dem Schuldeingeständnis von Tania M. eine dramatische Wende. Der Verteidiger der Hauptangeklagten, Me Philippe Penning reagierte am Dienstag auf diese Entwicklung und legte sein Mandat nieder. Die Verteidigung wird von Me Claudia Monti übernommen.

Der Anwalt gab einen Vertauensverlust nach drei Jahren intensiver Arbeit als Grund für seine Entscheidung an und bat das Gericht um die Aufhebung des Prozesses, damit sich seine Kollegin in das Dossier einarbeiten könne.

Der Vorsitzende meinte, auch wenn er sich noch nie in Angelegenheiten zwischen Verteidiger und Mandant eingemischt habe, zeige diese Entscheidung, dass die Hauptangeklagte auf dem Weg der Wahrheit sei, was ausdrücklich vom Gericht begrüsst wurde. Der Richter bedauerte aber auch, dass Tania M., und ihre Mitangeklagte weitere Zeit und Nerven im Gefängnis verlieren werden. Die Version von Tania M., sie sei vollkommen unschuldig und nicht die treibende Kraft gewesen, wurde mit einiger Skepsis zur Kenntnis genommen.

Nach Übereinkunft mit Me Claudia Monti und Ankläger Robert Welter legte man sich auf eine Unterbrechung des Prozesses bis zum 4., 8. und 9. Juni fest.

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