Das Modell der sozialen Unternehmensverantwortung wird in Zukunft Schule machen. Die Verbraucher achten auch vermehrt darauf, dass Produkte umwelt- und sozialverträglich produziert werden, unabhängig davon, wo der Produktionsstandort ist.
Durch Firmen verursachte Umweltkatastrophen haben das Bewusstsein der Verbraucher schon seit den 70er Jahren immer mehr geprägt. Auch die Ausbeutung von Arbeitnehmern, wie deren schlimmste Form die Kinderarbeit und Sklaverei, sind viele Verbraucher nicht mehr gewillt, durch ihr Konsumverhalten hinzunehmen.
Nach Unicef-Angaben gibt es auch heute noch weltweit 200 Millionen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren, die zur Arbeit gezwungen werden. Diesen Kindern wird neben den seelischen und körperlichen Schäden auch ihre Zukunft verbaut, da ihnen der Besuch einer Schule ganz oder größtenteils verwehrt wird.
200 Millionen Kinder zur Arbeit gezwungen
Außerdem gibt es nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO rund 21 Millionen Menschen, die als Sklaven gehalten werden.
Wie auch andere Firmen hat Ferrero diese Probleme schon lange erkannt und geht aktiv dagegen vor.
„Das einzige Wirtschaftsmodell der Zukunft ist das sozial verantwortliche Modell“, erklärt Olivier Charrier, Generalmanager Benelux von Ferrero. „Die Auswüchse des modernen Kapitalismus sind nicht mehr tragbar. Auch die Verbraucher können diese zu Recht nicht mehr akzeptieren.“
Um diesen Auswüchsen zu begegnen hat sich Ferrero eine Charta gegeben. „Ferrero engagiert sich aktiv gegen Kinderarbeit und jede Form von Korruption sowie für den Umweltschutz“, so Ferrero-Präsident Francesco Paolo Fulci bei der Vorstellung des Berichts über soziale Verantwortung von Ferrero gestern Abend in der „Chambre de commerce“ auf Kirchberg.
2.500 Mitarbeiter in „sozialen Firmen“
Auch für Marie-Paule Prost-Heinisch, ehemalige Direktorin der „Fondation Cancer“, ist die soziale Verantwortung von Unternehmen das Modell der Zukunft. „Es ist aber wichtig, dass alle Unternehmen auf diesen Weg gehen, nicht nur die großen Unternehmen, auch die kleinen und mittleren Betriebe stehen in der Verantwortung“, so Prost-Heinisch. Ferrero möchte sich auch dafür engagieren, dass Kinder mehr Sport treiben und sind eine Partnerschaft mit der „Fédération luxembourgeoise de football“ eingegangen.
Für deren Präsidenten Paul Philipp ist der Fußball ein wichtiger Integrationsfaktor für Kinder und Jugendliche.
Die „sozialen Unternehmen“ von Ferrero beschäftigen in Afrika und Indien fast 2.500 Mitarbeiter. Mit diesen Unternehmen sollen nicht nur Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch soziale und humanitäre Projekte wie Schulen gefördert werden.
Zu Demaart
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