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„Dampffestival” im Fond-de-Gras

„Dampffestival” im Fond-de-Gras
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Alte Loks, Draisinen, Militärfahrzeuge und heißer Dampf. Die Auflage 2015 des „Dampffestival“ lockte am Wochenende Hunderte von Besuchern in den „Fond-de-Gras“ an.

Das Ereignis findet alle fünf Jahre statt. Durch die Anwesenheit von ausländischen Lokomotiven war der Zugverkehr während des Wochenendes etwas verstärkt worden, Unterhaltung für Jung und Alt war bestens garantiert. Für die Organisation war auch dieses Jahr wieder die im Juli 1970 in Petingen gegründete Vereinigung „AMTF Train 1900 asbl“ verantwortlich.

Im Oktober 1971 fuhr der erste sogenannte „Autorail Uerdingen ex-CFL Z 151“ zwischen den Zugstrecken Petingen und Fond-de-Gras, auf welchen am Wochenende intensiver Zugverkehr herrschte. Punkt halbeins startete der Vize-Präsident und „Chef de gare“ Jean-Marie Thill die von Moderatorin Marie Gales angekündigte und heißersehnte Parade. Es defilierten die Loks „Yvonne“ aus Saint-Léonard Liège (Baujahr 1893), die AMTF No.8, das eigentliche Maskottchen des Vereins, der ADI No.12, eine bis zu 60 kmh schnelle Lok vom Hersteller Hanomag erbaut, die AMTF No.503 von Cockerill, bedienbar von nur einem Mann und zu guter Letzt die „Fred“, eine englische Kriegslok aus Bristol, versehen mit einem „Saddletank“ (Wasserbehälter) von der „Avonside Engine Company“. Die englische Energie-Lok wurde nur 50 Mal gebaut. Alle fünf Loks waren der Hingucker schlechthin.

Nicht nur Lokomotiven

Auch das amerikanische dampfgetriebene „Locomobile“, alte Traktoren, das Sägewerk, das Soldatendefilee oder der Mini-Dampftraktor der Marke „Burrell“ wurden von allen Seiten unter die Lupe genommen und im Bild festgehalten. Vom Petinger Bahnhof beförderten die mit Kohle gespeisten Dampflokomotiven die vielen Fahrgäste über den „Prenzebierg”, den „Giële Botter” entlang hinauf zur Endstation, dem Bahnhof im Fond-de-Gras. Ein von zwei Loks gezogener Militärzug, beladen mit Fahrzeugen der US Army, fuhr von Rodingen aus zum Festivalort, wo die Maschine für kurze Zeit zur Schau gestellt wurde, ehe sie zurück zum Bahnhof fuhr.

Landwirtschaftliche Maschinen wurden ebenfalls gezeigt. In der Werkshalle „Aale Schapp“ wurden Modelle von Bahnhöfen und Eisenbahnen gezeigt, etwas weiter führten Hobbyschmiede die Verarbeitung von Eisen vor. Besucher hatten die Möglichkeit, den Führerstand der Lokomotiven in den Werkshallen zu besichtigen. Im speziell eingerichteten „Kino-Zug“ wurde zweimal der 1998 produzierte Film „Train of life“ vorgeführt. Zigeunermusik untermalte den mit etlichen Preisen gekrönten Film. Auch Souvenirs, Snacks und Getränke wurden in den Zügen verkauft. Fahrten mit einer Draisine der Wehrmacht, dem ex.CFL oder im „railbike“ waren auch möglich. Vorführungen von zwei Dampfautomobilen, Lanz-Dampftraktoren aus landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Betrieben gehörten ebenfalls zum umfangreichen Programm des Festivals.

Im Einsatz waren 15 Lokführer für die vielen Fahrten sowie 65 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die kulinarische Versorgung der Besucher.

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