Da der europäische Computerführerschein somit Vorteile nicht nur für die Betriebe sondern auch für die Angestellten bringt (zum Beispiel weniger Stress im Umgang mit den Rechnern), möchte die Salariatskammer den in mittlerweile 150 Ländern anerkannten und angebotenen Führerschein stärker als bisher propagieren und sponsort künftig die entsprechenden Tests, die in den Räumen der CSL durchgeführt werden.
Bislang versuchten sich jährlich etwa 100 bis 120 Menschen in Luxemburg an den interaktiven Fragestellungen zur praktischen Kompetenz am Rechner.
Die Standartzertifizierung (Test in 7 Modulen) kostete bislang 150 Euro (den Selbstkostenpreis); jetzt bietet die Arbeitnehmerkammer den Test – wohlgemerkt es handelt sich nicht um eine Ausbildung sondern lediglich um eine Bescheinigung des Computerwissens – für 25 Euro an. Für Berufsschüler (DAP und DT) übernimmt die Kammer sogar die gesamten Kosten.
Finanzielle Unterstützung
Zur Zeit verhandelt die CSL mit der Arbeitsverwaltung ADEM und hofft auf finanzielle Unterstützung um auch den Arbeitssuchenden diese Qualifikationsbescheinigung günstig bis gratis anbieten zu können.
Mit diesen neuen Tarifen erhofft die CSL sich einen Aufschwung bei der Zahl der Test-Absolventen. Die Prüfung dauert pro Modul maximal 45 Minuten. Im kommenden Jahr wird der Führerschein komplett überarbeitet und als „New ECDL“ angeboten.
Drei Zertifizierungen
Die Möglichkeit, sich über sog. „e-learning“ darauf vorzubereiten und eine Diagnose der informatischen Bedürfnisse, etwa von Unternehmen, wird parallel zur Verfügung stehen.
Drei Zertifizierungen stehen den Kandidaten zur Wahl: Neben dem Basis-Führerschein mit vier Modulen werden „Standard“ und „Expert“ angeboten. Die Kandidaten müssen Kenntnisse in den Bereichen Grundkenntnisse, Online-Wissen, Word, Formulare, Tabellen, Präsentation, Bildbearbeitung usw. aufweisen.
(Robert Schneider / Tageblatt.lu)
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