Seit dem Herbst 2000 bringt die BIOG in Kooperation mit der Luxlait Bio-Milch auf den Markt. Die Milch wird von der Luxlait gesammelt, gelagert und verarbeitet. Die Luxlait wird bei der Herstellung der Bio-Milch im Auftrag von BIOG auf EU-Bio-Standard kontrolliert und zertifiziert.
BIOG verkauft jährlich mehr als 1,2 Millionen Liter Milch. Es fallen aber regelmäßig Übermengen an Bio-Milch an. Diese werden dann im konventionellen Markt verkauft. Laut Landwirtschaftsministerium würden nur 70 Prozent der erzeugten Biomilch auch unter dem Bio-Label verkauft. Deshalb wurde die Einigung getroffen, dass die Luxlait den Bio-Bauern ihre Milch zum konventionellen Preis abkauft und dass die Preisdifferenz zwischen konventioneller und Bio-Milch von der BIOG über eine sogenannte «Bioplus»-Zahlung ausgeglichen wird. Diese beträgt im Augenblick 13 Cent pro Liter verkaufte Milch. Am Monatsende verteilt die BIOG das «Bioplus» an die Erzeuger.
Immer größerer Preisunterschied
Durch den Wegfall der Milchquoten erhöht sich die Preisschere zwischen konventioneller Milch und Bio-Milch. Durch die hohen Mengen sinkt der Preis der konventionellen Milch. Bio-Milch ist jedoch nur ein kleineren Mengen verfügbar und dementsprechend teuerer. Ihre Produktion wird unrentabel wenn man die Vergütung der Bio-Milchbauern nicht erhöht , so Volker Manz von BIOG.
Deshalb wird jetzt reagiert. Die Bio-Genossenschaft produziert ab dem 1. Januar 2016 seine Bio-Milch in eigenen Anlagen. Zu diesem Zweck wurde eine ehemalige Metzgerei in Bascharage gekauft. Die Kühlanlagen seien noch da, so Manz. Die Produktionsfläche liege bei etwa 700 Quadratmeter. So könne man den Bio-Bauern einen faireren Preis für ihre Milch zahlen, heißt es. Im Augenblick existieren schon zwei kleine Bio-Molkereien, der Schank-Haff und der Kass-Haff.
De facto heißt dies aber auch, dass die Zusammenarbeit mit der Luxlait beendet wird. Die zehn Bio-Michbauern des BIOG-Programms werden die Milch von Subunternehmen einsammeln lassen und dann in den Anlagen in Bascharage weiterverarbeiten. Auch eine Kooperation mit einer ausländischen Molkerie ist vorgesehen. Welche das ist, ist aber noch nicht bekannt. Man habe auch der Luxlait eine weitere Zusammenarbeit angeboten, erklärt Volker Manz. Auf dem Roost habe man im Augenblick aber kein diesbezügliches Interesse gezeigt.
Lesen Sie auch:
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können