Die Meldung hatte im Herbst letzten Jahren für Unruhe aber vor allem für Kopfschütteln in Luxemburg gesorgt. Wegen «organischer Rückstände» müssten rund 80.000 Personalausweise ersetzt werden. Die Papiere waren bei der Produktion kontaminiert worden. Innenminister Jean-Marie Halsdorf spricht am Montag von «Problemen mit der Tinte».
" class="infobox_img" />Innenminister Jean-Marie Halsdorf (Bildmitte) zusammen mit dem Präsidenten des Gemeindesyndikal, Emile Eicher, und ULC-Präsident Nico Hoffmann. (Foto: Eric Rings)
Bei den falschen Ausweisen konnten Zeichen, in diesem Fall Buchstaben auf dem Sicherheitspapier gedruckt, von Speziallesegeräten nicht richtig gelesen werden. Die betroffenen Personalausweise waren zwischen April 2010 und Dezember 2011 ausgestellt worden. Betroffen seien aber auch einige Karten, die nicht in diesem Zeitraum ausgestellt wurden.
Bereits im Oktober 2012 hatte Innenminister Jean-Marie Halsdorf im Parlament gesagt, dass die Umtauschaktion die Bürger nichts kosten soll. Die Produktionsfirma zetes soll den für die Ausstellung zuständigen Gemeinden drei Euro Entschädigng pro Kartei zahlen. Für die neue Karte muss der betroffene Bürger lediglich die Unkosten für das Foto tragen. Sie werden ihm später zurückerstattet, wenn er den ganz neuen Personalausweis in Kreditkartenformat bestellt. Voraussichtlich ab 1. Juli 2014 wird der neue Personalausweis die alten ersetzen. Der neue Ausweis wird dann nicht mehr aus Laminat sondern aus Polycarbonat bestehen. Versehen ist er mit einem elektronischem Chip. «Leute, die nach dem 13. März ihren Antrag auf einen neuen Ausweis gestellt haben, bekommen auch schon das neue Format aus Polycarbonat ausgeliefert, aber ohne elektronischen Chip. Die ersten Ausweise können dann bereits am 27. März ausgeliefert werden», so Halsdorf am Montag.
Laut Innenminister Halsdorf seien die defekten Karten nicht illegal und im gesamten Schengen-Raum gültig. Bisher wurden 25.000 Karten ersetzt.
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