Diese reiht sich in den Kampf gegen die weltweite Entwaldung ein, die Jahr für Jahr die Abholzung von 80.000 Quadratkilometern Wald bedeutet.
Dieser massive Waldabbau impliziert neben anderen negativen Konsequenzen auch 18 Prozent der globalen Kohlendioxidemissionen.
Die Europäische Union unterstützt die hauptsächlich von dieser Entwaldung betroffenen Länder im Rahmen des FLEGT-Reglements. So haben etwa Indonesien, Malaysia, Kamerun und Kongo Importlizenzen für nachhaltig produziertes Holz; ein weiteres EU-Reglement verbietet die Vermarktung von Holz illegaler Herkunft.
Nationales Forstprogramm
In Luxemburg wurde bereits 2004 ein nationales Forstprogramm ins Leben gerufen, seit 2005 sind die Luxemburger Wälder zertifiziert und 2012 wurde von der Forstverwaltung in Zusammenarbeit mit Proforest (Oxford) eine öffentliche Holzankaufspolitik entwickelt, die ebenfalls in die Anstrengungen zum Schutz der Wälder einzureihen ist. Zu eben dieser Politik, die, wie erwähnt, seit dem 1.1.2014 umgesetzt wird, gaben Handwerks- und Handelskammer am Montag den interessierten Betrieben Informationen.
Die Regierung kauft nur noch Holz und Holzprodukte, inklusive Papier und Kartonagen, die aus legalen und nachhaltigen Quellen stammen.
Hiervon betroffen sind alle staatlichen Verwaltungen und alle Projekte, die finanziell vom Staat unterstützt werden. Die Gemeinden und öffentlichen Institutionen werden parallel ermutigt, die gleiche Einkaufspolitik zu übernehmen.
Legal und nachhaltig
Unter die angewandten Kriterien fallen alle Produkte, die Zertifikate tragen, die von der Regierung anerkannt sind, also etwa FSC oder PEFC, die aus einem der FLEGT-Vertragsländer stammen oder die über andere Beweise als nachhaltig angesehen werden können.
Luxemburg ist in diesem Bereich übrigens nicht Vorreiter: Deutschland, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Dänemark und Großbritannien haben bereits eine entsprechende öffentliche Einkaufsstrategie für Holz umgesetzt.
Zu Demaart
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