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Avenue Fernando … wer?

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Eine aufmerksame Escherin tat der Redaktion am Montagnachmittag ihr Entsetzen über die Umbenennung der Avenue der la Gare in „Avenue Fernando Pereira“ kund.

Umbenennungen von Straßen sind zwar eher eine Seltenheit, es kommt aber ab und an mal vor. Wie jüngst die Umbenennung der rue des Boers in rue Nelson Mandela. Doch dann wird das vorher im Gemeinderat diskutiert. Und von einer „Avenue Fernando Pereira“ ist bislang noch nie die Rede gewesen.

Vor 30 Jahren

Fernando Pereira ist der Name jenes Fotografen, der vor 30 Jahren auf dem versunkenen Greenpeace-Schiff «Rainbow-Warrior» ums Leben kam. Das Schiff war im Einsatz gegen die Umweltzerstörung. Das französisch-polynesischen Atoll war seit 1966 Frankreichs Testgebiet für seine Atombomben.

Im Hafen von Auckland endete die Mission der «Rainbow Warrior» am 10. Juli 1985 tragisch: französische Agenten versenken das Schiff, der Fotograf Fernando Pereira ertrinkt. Pereira verlässt nach der Detonation – wie die restliche Crew – das Schiff, kommt aber zurück um seine Kamera zu holen. In diesem Moment reißt die zweite Bombe ein Loch in den Rumpf. Das Schiff sinkt innerhalb von Minuten. Pereira ertrinkt.

Dass es sich bei dem Schild um ein Fake handelt, ist klar. Da hat jemand das offizielle Schild einfach mit einem Fantasie-Straßenschild überklebt. Ein Streich also? An einem heißen, großzügig begossenen Juli-Nachmittag etwa? Doch wer ist dieser Fernando Pereira überhaupt? Nicht der Kardiologe – hatte die aufmerksame Dame noch angemerkt, der heiße mit Vornamen nämlich Bruno.

Eine Internetsuchmaschine wird fündig. Ein gewisser Fernando Pereira wird als Geschäftsführer eines Cafés in der Avenue de la Gare geführt. Das Café gibt es aber nicht mehr und auch „D’Nummer, déi Dir gewielt hutt, gëtt et net“. Und ob das Schild etwas mit diesem Herrn zu tun hat? Das Mysterium bleibt bestehen, doch das Schild muss weg.

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