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Aus Barbulesti zum Betteln in Luxemburg

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Werden rumänische Staatsbürger gezwungen, nach Luxemburg zu kommen, um hier zu betteln? Me Gaston Vogel will Beweise dafür haben.

Verdeckte Ermittlungen mithilfe von RTL sollen Beweise liefern, dass Menschen aus Rumänien gezwungen werden, in Luxemburg zu betteln. In einer am Montagnachmittag den Redaktionen zugestellten Erklärung (Link) gibt Me Gaston Vogel an, mit einer Frau geredet zu haben, die sich im Auftrag von RTL als Ermittlerin betätigt hat. Der Fernsehsender habe dabei versteckte Kameras eingesetzt.

Michaela, selbst rumänischer Herkunft und des Rumänischen mächtig, habe mit verschiedenen Personen geredet, die auf der Straße bettelten. Die Menschen, die sie ansprach, seien alle Rumänen gewesen. Einige hätten den Namen Barbulesti genannt, das Dorf, aus dem sie stammen. Von hier seien in Gruppen in Europa gefahren, um zu betteln.

Michaela zufolge würden die Bettler streng von einem «Kontrolleur» überwacht. Er erteile auch die Anweisungen, wohin sie sich stellen sollen. Einige Bettler hätten angegeben, von Montag bis Samstag zu «arbeiten». Nur am Sonntag können sie sich erholen und waschen. Wohnen würden sie bei einem «Zigeuner» namens «Sorica». Dieser habe mehrere Wohnungen für die Bettler erworben. Sie müssen täglich Miete zahlen. Berichtet wird von gesundheitlichen Problemen. Eine Frau soll Michaela anvertraut habe, dass sie einen Sohn in Rumänien habe, diesen aber nur wiedersehen dürfe, nachdem sie mit ihrer Tochter eine 1300 Euro hohe Schuld an «Sorica» beglichen habe.

Die angesprochenen Bettler reisen ihren Aussagen zufolge mit dem Zug. Bei ihrer Ankunft, wahrscheinlich Mont St. Martin, würden sie per Kleintransporter bei «Sorica» abgeliefert.

Michaela ist laut Vogel bereit, mit der Polizei zu reden. Alle Elementen entsprechend dem Gesetz vom 9. April 2014 über Menschenhandel seien vorhanden.

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