Sommerzeit, Touristenzeit: Die Einsatzfähigkeit der lokalen Rettungsdienste hat nach Aussagen der Bürgermeister aus Consdorf, Waldbillig, Medernach, Fischbach, Nommern, Beaufort, Ermsdorf, Heffingen und Larochette die Grenze des Möglichen erreicht.
Vielerorts müssen die ehrenamtlichen Helfer wegen des Personalmangels Doppelschichten schieben. Dies wirke sich auf die Qualität der Einsätze sowie der Familien aus, kritisieren die Bürgermeister am Dienstagnachmittag in einer Pressemitteilung.
Obwohl Innenminister Halsdorf 65 Vollzeithelfer zugesagt habe, seien bislang nur 13 eingestellt worden, heißt es weiter.
Als Beispiel wurde der Rettungsdienst in Larochette genannt. Hier wurden in diesem Jahr bereits 438 Einsätze gefahren. Viele führten in die Nachbarregionen, da dort keine Leute zur Verfügung standen, heißt es.
Strenge Auflagen
Noch immer warte man auf die Umsetzung des Gesetzes vom 12. Juni 2004 der Administration des Services de Secours, welches die Arbeit erleichtern soll.
Hier werden von den Kommunalpolitikern schnelle Lösungen gefordert.
Auch die strengen Auflagen durch neue Gesetze sowie großherzoglichen Erlässe vom 25. Juni 2010 machen die Arbeit nicht leichter.
Hier werden strengere Auflagen, eine Altersgrenze sowie eine qualifiziertere Ausbildung gefordert. Den Rettungsdiensten fehlt dadurch das Personal für die nötigen Schichtpläne, heißt es. Die Gemeinden warnen vor Ausfällen in Notsituationen.
Sie fordern nun in ihrem Schreiben schnelle Hilfe von Innenminister Jean-Marie Halsdorf.
tageblatt.lu
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