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Agrozenter: «D’Lait si vum Promotor getäuscht ginn»

Agrozenter: «D’Lait si vum Promotor getäuscht ginn»

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Die Umweltverbände geben sich beim Thema Agrozenter in Mersch nicht geschlagen. Harte Anschuldigungen gegen den Promoter des Projektes. Sie sprechen unter anderem von Täuschungsmanövern, finanziellen Eigeninteressen und Willkür. Politisches Handeln wird gefordert.

In einer sechsseitigen Pressemitteilung lassen die Lëtzebuerger Natur- a Vulleschutzliga, Mouvement Ecologique, Natura, sowie BUSNA, kein gutes Haar an den Ergebnissen der «Strategischen Umweltprüfung“ (SUP), seitens der landwirtschaftlichen Genossenschaft «de Verband» über den Standort des neuen Agrozenter «In den Laengten» zwischen Mersch und Pettingen.Siehe auch:
Agrozenter: «In den Laengten» und nirgendwo sonst

Was nach außen hin als objektive Untersuchung dargestellt wurde, stellt de facto ein unseriöses Täuschungsmanöver der Öffentlichkeit dar, das stärkste Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Promotors selbst aufkommen läßt, heißt es am Montag.

Hier sei in einem Hauruckverfahren entschieden worden und die Kriterien für die Prüfung gaben sich der Promotor selbst. Hier sei also im Interesse der Promotoren gehandelt worden und die Politik habe weggeschaut, heißt es weiter.

Keinen Konsens

Finanzielle Gründe haben für die Lage «In den Laengten» gesprochen, obwohl es Alternativen gibt. Schliesslich müsse man für eine Grün-Zone nicht soviel Geld auf den Tisch legen, monieren die  Umweltverbände.

Der Promotor beharrt aus Sicht der Landesplanung sowie des Umweltschutzes auf einen unvertretbaren Standort. Eine konsensfähige Entscheidung sei damit in weite Ferne gerückt, und daß auf Kosten der Allgemeinheit und der Landwirtschaft, so die Kritik.

Die vier Umweltverbände fordern von der Politik rasches Handeln, damit dem Promoter die Hände gebunden werden. Neben einem Gespräch mit den beiden zuständigen Ministern Claude Wiseler und Marco Schank, wurde ein Brief an Premierminister  Jean-Claude Juncker geschrieben.

Die Lëtzebuerger Natur- a Vulleschutzliga, Mouvement Ecologique, Natura, und BUSNA, wollen auf jeden Fall mit allen politischen und rechtlichen Mitteln gegen die Entscheidung für den Standort «In den Laengten» zwischen Mersch und Pettingen vorgehen, heißt es weiter.

tageblatt.lu