Das ist wohl ein einmaliger Vorgang in der Geschichte um die traditionelle Barbarafeier zu Ehren der Grubenarbeiter in der Gemeinde Kayl. In einem Schreiben an die Bevölkerung weist der Schöffenrat darauf hin, dass am 4. Dezember Böllerschüsse zu hören sind.
Das am Boarbelendag laut geschossen wird, ist eine alte Tradition. Das man aber auf das Geknalle hinweist, ist neu. Wegen der Anschläge von Paris und der Terrorgefahr schwinden bei vielen Menschen die Toleranz für Kracher, Böller und Feuerwerk. Die Gemeinde will Panikanrufe der Bürger vermeiden.
Besorgte Menschen
Fakt ist, die Anschläge von Paris haben eine Welle der Angst verbreitet – auch in Luxemburg. Täglich rufen besorgte Menschen bei der Polizei an. Ob «Verdächtige», ein verdächtiges Objekt oder ein Knall. Die Polizei rückt seit den Anschlägen von Paris am 13. November öfters aus.
Bei unseren Nachbarn in Deutschland hat der Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele (Grüne) als Reaktion auf die Anschläge in Paris das Verbot von besonders lauten Böllern gefordert. Viele Menschen seien angesichts der latenten Terrorgefahr verunsichert und würden durch extrem laute Silvesterkracher in Schrecken versetzt, begründete Ströbele seinen Vorstoß.
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