Im Regierungsprogramm wird die Biolandwirtschaft lediglich mit einem Satz erwähnt. Als eine der großen Herausforderungen im Bereich Landwirtschaft nennt das Koalitionsabkommen den Ausbau der biologischen Produktion auf Basis des nationalen Aktionsplans „Biologische Landwirtschaft“.
In diesem werden fünf strategische Ziele aufgelistet, auf die man sich in den nächsten Jahren konzentrieren will: Information, Marktanalyse, Ausbau der Präsenz im Gaststättengewerbe, Produktionssteigerung durch angewandte Forschung und verstärkte Ausbildung.
Wodurch unterscheidet sich aber nun ein nachhaltiges Landwirtschaftssystem von einem herkömmlichen? Die europäische Öko-Verordnung schreibt in genauen Richtlinien vor, was eine nachhaltige Landwirtschaft zu respektieren hat; so muss sie unter anderem einen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt leisten.
In der biologischen Landwirtschaft wird auch auf chemischen Dünger verzichtet. Gespritzt werden darf nur mit Pflanzenschutzmitteln auf natürlicher Basis. Biologische Landwirtschaft setzt zuerst auf vorbeugende Maßnahmen, wie z.B. Standort- und Sortenauswahl oder Bodenbearbeitung.
3.600 Hektar
Der Biolandbau hierzulande geht auf das Jahr 1980 zurück, als der erste Bauernhof – der „Schank-Haff“ in Hüpperdingen – auf eine biologische Produktionsweise umschwenkte. Acht Jahre später waren es acht Betriebe, welche die biologische Anbauweise bevorzugten.
2009 gab es in Luxemburg insgesamt 2.242 landwirtschaftliche Betriebe, davon betrieben lediglich 88 Biolandwirtschaft, das sind rund vier Prozent Biobauern. Sie bewirtschaften zusammen 3.600 Hektar Anbaufläche. Das ist fünfmal mehr als vor 20 Jahren. Zum Vergleich: Die gesamte landwirtschaftliche Anbaufläche lag 2009 bei 131.000 Hektar.
Nach Angaben des Handels übersteigt die Nachfrage nach Bioprodukten hierzulande das Angebot bei weitem, so dass ein Großteil der Erzeugnisse importiert werden muss. Die hiesige Produktion konzentriert sich vor allem auf Milchprodukte und Gemüse.c.mol.
Zu Demaart
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