In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Bevölkerung um 100.000 gestiegen. Jährlich kommen 10.000 Personen hinzu. 2019 wird mit einer Einwohnerzahl von 618.000 gerechnet. Diese Angaben machte am Mittwoch Finanzminister Pierre Gramegna (DP) anlässlich der Vorstellung der Haushaltsvorlage 2016 im Parlament.
Diese Entwicklung sei nicht neu. Erstaunlich sei, dass nicht entsprechend investiert worden sei, so Gramegnas Kritik an die Vorgängerregierungen. Tatsächlich hatte der damalige Premierministe Jean-Claude Juncker bereits vor Jahren vom 700.000 Einwohnerstaat gesprochen.
Zusätzliche Einwohner bedeuten mehr Straßenverkehr, mehr Wohnungsbedarf, mehr Schulen, mehr Lehrer, mehr Polizeibeamte. Was in den vergangenen Jahren versäumt wurde, wolle diese Regierung nun nachholen, so Gramegna. Seit 2014 sind die Investitionsausgaben um 18,4 Prozent gestiegen. 2016 wachsen sie nochmals um 15 Prozent auf 2,249 Milliarden Euro. Rekordniveau, sagt er. Der Schwerpunkt liegt im Bereich des öffentlichen Transports. Dort sind 2016 104,8 Millionen Euro für die Tram vorgesehen. Modernisiert werden Bahn und Straßennetz. Verstärkt investiert wird in den Wasserschutz. Der sei in den letzten Jahren nicht auf die Bevölkerungsentwicklung vorbereitet worden. Gramegna nannte dabei u.a. den Bau von Abwasseranlagen.
An die zunehmende Bevölkerungszahl wird auch die Verwaltung angepasst. 2016 sollen 750 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden, die Hälfte davon im Schulwesen.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können