Sonntag1. Februar 2026

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Luxemburg soll belgische Zahlen einführen

Luxemburg soll belgische Zahlen einführen

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In Luxemburg sollen die belgischen und schweizerischen Begriffe "septante", "octante" und "nonante" eingeführt werden. Dies fordert ein Bittsteller in einer Online-Petition.

In Belgien sagt man «septante» zu 70 und «nonante» zu 90. In der französischen Schweiz kommt noch das «octante» zu 80 hinzu. In Frankreich sagt man zu 70 soixante-dix, zu 80 quatre-vingt und zu 90 quatre-vingt-dix. In Luxemburg gebraucht man meist die französischen Begriffe. Viel zu unpraktisch, meint Joseph Kiefer und reicht zu dem Thema eine Online-Petition beim Parlament ein.

In der Petition Nummer 487 «‚Nonante-neuf‘ statt ‚quatre-vingt dix-neuf'» fordert der Bittsteller, belgische und schweizerische Ausdrücke in Luxemburg einzuführen. In den Schulen sollte der Gebrauch erlaubt oder gar durchgesetzt werden. Auch im täglichen Leben und in den Verwaltungen Luxemburgs könnte dies eine Erleichterung bringen. Die Online-Petition wurde am Samstag im Parlament eingereicht und wartet nun auf eine Freigabe seitens der Petitionskommission im Abgeordnetenhaus.

«Problem» 99

Der Bittsteller erklärt die Logik der Begriffe «septante», «octante» und «nonante». Diese würden sich bestens in die Zahlenfolge nach dem Schema «quarante», «cinquante», «soixante» einfügen. Kiefer führt ein Beispiel an und schildert die akkustische Wahrnehmung der Zahl 99 (quatre-vingt dix-neuf). Man hört zuerst die Zahl 4, gefolgt von der Zahl 20, danach die Zahl 10 und erst am Ende die 9.

Der Gebrauch der belgischen und schweizerischen Zahlen biete demnach einige Vorteile. «Die ’soixante-dix‘, ‚quatre-vingt‘ und ‚quatre-vingt-dix‘ sollte man sich für Orthographie-Meisterschaften aufheben.