In Sachen Digitalisierung ist Luxemburg nach einer Untersuchung der EU-Kommission nur Mittelmaß. Dabei wird die mangelnde Bandbreite kritisiert, wie die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte. Auch bei den elektronischen Behördendiensten gebe es noch noch Handlungsspielraum nach oben. Unter anderem geht es dabei um das Thema eGovernement und eHealth.
Dafür surfen wir fleißig. 42 Prozent der Luxemburger Internetnutzer zwischen 16 und 74 Jahren verwenden demnach das Internet für Videoanrufe. Im EU-Durchschnitt sind es 37 Prozent. Online-Netzwerke nutzen 64 Prozent der Luxemburger Internet-Anwender (EU-Schnitt: 58 Prozent). Hingegen lesen 85 Prozent online Nachrichten, etwas mehr als im EU-Durchschnitt. Online-Shopping: 78 Prozent der Nutzer in Luxemburg kaufen im Internet ein, 63 Prozent sind es im europäischen Schnitt.
Rang 8
Insgesamt belegte Luxemburg Platz acht unter den 28 EU-Ländern. Auf Rang eins landete Dänemark und an letzter Stelle Rumänien. Auch 2014 gab es für Luxemburg bei der Untersuchung den achten Platz. Bei dieser Rangfolge berücksichtigt werden etwa die Schnelligkeit von Internetverbindungen, die Fähigkeiten der Nutzer oder die Nutzung digitaler Technologien in Unternehmen und Behörden.
Der EU-Kommissar Günther Oettinger, zuständig für Digitalwirtschaft, warnte bei der Vorstellung des Berichts am Dienstag, Europa drohe im weltweiten Vergleich den Anschluss zu verlieren. «Wir sollten den Wettlauf annehmen, nicht gegen, sondern mit den Amerikanern, den Südkoreanern, den Chinesen, den Indern und vielen anderen», sagte Oettinger.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können