Die Bande hat nach Angaben der US-Bundespolizei FBI einen Schaden von umgerechnet 93 Millionen Euro angerichtet. Die Hacker hätten zum einen Bankdaten gestohlen und damit Geld von Konten entwendet. Zum anderen hätten sie Daten auf fremden Computern verschlüsselt und diese nur gegen die Zahlung von mehreren Hundert Dollar Lösegeld wieder freigegeben.
" class="infobox_img" />Kopf der Bande soll dieser 30-jähriger Russe sein, nach dem gefahndet wird. (Foto:AFP)
«Diese Betrügereien waren extrem ausgeklügelt und immens lukrativ», erklärte Staatsanwältin Leslie Caldwell vom US-Justizministerium in Washington. «Die Cyber-Kriminellen haben es uns nicht einfach gemacht, sie zu finden und zu zerschlagen.» An der Aktion war neben dem FBI und der europäischen Polizeibehörde Europol auch die Kriminalpolizei aus Luxemburg. Den US-Angaben zufolge wurden in Computer beschlagnahmt.
Fingierte E-Mails
Die Hacker trieben ihr Unwesen laut FBI seit 2007. Ihr wichtigstes Werkzeug sei das Schadprogramm «Gameover Zeus» gewesen, das über fingierte E-Mails auf bis zu eine Million Computer gelangt sei und deren Kontrolle übernommen habe. Über die gekaperten Rechner sei dann das Verschlüsselungsprogramm «Cryptolocker» verbreitet worden. Kopf der Bande soll ein 30-jähriger Russe sein, nach dem gefahndet wird.
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