2012 seien laut Eurostat in Luxemburg je Einwohner 662 Kilo Siedlungsabfall angefallen. Das kann man in den Unterlagen einer Studie des deutschen Statistischen Bundesamtes nachlesen.
Damit liegen die Luxemburger deutlich über dem EU-Schnitt von rund 492 Kilo je Einwohner. Die Menge an Müll sinkt aber seit einigen Jahren unter anderem durch Forschritte bei der Müllvermeidung und dem Recycling. Im Großherzogtum werden fast 30 Prozent des Mülls wiederverwertet und über 20 Prozent kompostiert. Insgesamt bleibt die Menge des in Luxemburg produzierten Mülls aber hoch. Sie liegtseit 2002 permanent über 650 Kilo.
Luxemburg ist Dritter
Noch mehr Müll als in Luxemburg gab es laut Eurostat nur in Zypern (663) und Dänemark (668). Unsere deutschen Nachbarn machen nur 611 Kilo pro Einwohner. In Frankreich werden 534 Kilo Müll pro Person produziert. In Belgien beträgt die Pro-Kopf-Rate 456 Kilo.
Vor allem in den östlichen EU-Ländern war das Abfallaufkommen deutlich geringer. So entstanden in Estland 279 Kilo Müll je Einwohner und in Lettland 301 Kilo.
Deutschland ist Recycling-Meister
Insgesamt wurden in den EU-Ländern 42 Prozent der Abfälle recycelt oder kompostiert. Beim Recycling ist Deutschland unter den EU-Staaten führend: 65 Prozent der deutschen Abfälle werden recycelt oder kompostiert, 35 Prozent verbrannt. In Rumänien wandert immer noch fast aller Müll auf die Deponie (99 Prozent), 1 Prozent wird recycelt.
Für die Statistik wurden Abfälle erfasst, die von den Kommunen eingesammelt werden: Haushaltsmüll, vergleichbare Abfälle aus Gewerbe und Industrie sowie Verpackungsabfälle.
Zu Demaart
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