Samstag31. Januar 2026

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London pfeift auf UN-Meinung über Assange

London pfeift auf UN-Meinung über Assange
(AFP/John Stillwell)

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Die britische Regierung erkennt das Gutachten von UN-Rechtsexperten nicht an, wonach die jahrelange Botschaftszuflucht des Wikileaks-Gründer Julian Assange einer willkürlichen Haft gleichkommt.

«Das ändert nichts», teilte das Außenministerium in London mit. London werde das Gutachten anfechten. Assange entziehe sich mit seiner Flucht in die Botschaft Ecuadors einem rechtmäßigen schwedischen Haftbefehl.

Dagegen sieht die UN-Arbeitsgruppe «die verschiedenen Formen der Freiheitsberaubung, denen Julian Assange ausgesetzt wurde, als eine Form der willkürlichen Inhaftierung». Die Experten riefen die Regierungen in London und Stockholm auf, dafür zu sorgen, dass Assange sich frei bewegen könne.

Vergewaltigungsvorwürfe

Assange hatte im Juni 2012 Zuflucht in der Botschaft gesucht, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Die dortige Staatsanwaltschaft will ihn seit 2010 zu den Vergewaltigungsvorwürfen zweier Frauen befragen. Assange bestreitet die Anschuldigungen und befürchtet nach eigenen Angaben, Schweden könnte ihn wegen seiner Enthüllungen auf Wikileaks an die USA überstellen.

Die Plattform hatte unter anderem Tausende geheimer diplomatischer US-Depeschen zugänglich gemacht