In Belgien wird derzeit die historische Rolle von König Leopold III. während des Zweiten Weltkriegs aufgearbeitet. Jetzt wurden rund 60 Briefe in einem Archiv entdeckt, die belegen, dass der Monarch ein Antisemit und ein passiver König war. Die Schreiben würden eine gewisse ideologische Nähe zu der neue politischen Ordnung belegen, berichtet jetzt die Wochenzeitung «Marianne Belgique».
Das belastende Material stammt aus der Besatzungszeit während des Zweiten Weltkrieges. Die Briefe belegen angeblich einen latenten Antisemitismus des Königs und seiner engsten Umgebung. Hilfegesuche jüdischer Mitbürger wurden demnach vom Kabinett des Königs abgelehnt oder blieben unbeantwortet, heißt es.
König Leopold III. regierte Belgien von 1934 bis 1951. Er starb 1983. Sein Nachfolger war sein Sohn Baudouin I. Er war König von Belgien von 1951 bis zu seinem Tode im Jahr 1993. Seine beiden weiteren Kinder: der ehemalige belgische König Albert II. und Joséphine Charlotte Großherzogin von Luxemburg († 2005)
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