Der Streit um die redaktionelle Neuorganisation der französischen Tageszeitung «Le Monde» ist am Mittwoch eskaliert. Nach nur 15 Monaten an der Spitze der Zeitung, hat die umstrittene Direktorin Natalie Nougayrède ihren Stuhl freigemacht. «Die persönlichen Angriffe hindern mich daran, die geplanten Reformen in der Zeitung umzusetzen, heißt es in einem Schreiben an die französische Nachrichtenagentur AFP.
Die Aktionäre der Zeitung kommen noch am Mittwoch zu einem Treffen zusammen. Dabei soll ein Nachfolger bestimmt werden.
Die angesehene Journalistin Nougayrède hatte vor einigen Monaten eine Neuorganisation der Redaktion angekündigt. Sie wollte unter anderem Print- und Online-Ausgabe näher zusammengeführen. Zahlreiche Journalisten sollten dabei ihre Posten wechseln. Bei den Redakteuren stießen die Pläne auf massive Kritik. Vor einer Woche sind sieben von elf Mitgliedern der Chefredaktion zurückgetreten. Laut französischen Medienberichten gab es auch Kritik an ihrem Führungsstil.
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