Donnerstag12. Februar 2026

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Kurzer Prozess mit Gipfel-Gegnern

Kurzer Prozess mit Gipfel-Gegnern
(dpa)

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Die französischen Behörden greifen gegen mögliche Störer des G20-Gipfels in Cannes hart durch. Drei Spanier wurden am Mittwoch in einem Schnellverfahren wegen unerlaubten Waffenbesitzes zu einem Monat Gefängnis verurteilt.

Die Männer im Alter zwischen 24 und 30 Jahren waren am Vortag mit Eispickeln, einem Klappmesser und Sturmhauben zu einer Anti-G20-Demonstration im benachbarten Nizza gekommen. In einem Schnellverfahren wurden sie u.a. zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Frankreich hat rund 12.000 Sicherheitskräfte aufgeboten, um den Gipfel zu schützen.

Neben der Gefängnisstrafe bekamen die Spanier drei Monate Haft auf Bewährung und ein dreijähriges Aufenthaltsverbot für das Département Alpes-Maritimes. Die Staatsanwaltschaft hatte fünf bis zehn Monate Haft ohne Bewährung gefordert. Während des Prozesses demonstrierten Dutzende Globalisierungsgegner vor dem Gericht gegen das Schnellverfahren, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP.

Im Gipfelort Cannes mussten am Mittwoch neun pro-tibetische Aktivisten den Vormittag auf einer Polizeiwache verbringen. Sie hatten am Bahnhof ein Spruchband befestigt und ein internationales Eingreifen gegen die chinesische Herrschaft in Tibet gefordert. Die Aktivisten kamen aus Ländern wie Großbritannien, der Schweiz und Deutschland.