Auf Nachfrage der CSV waren am Montagmorgen die Sozialwohnungen aus der deutschen Besatzungszeit wieder einmal Thema im Diekircher Gemeinderat. Anrainer hatten gegen den Abriss der Sozialwohnungen aus den 1940er Jahren geklagt. Die fünf Gebäude in der rue Dr Mambourg, rue Muller Fromes und rue des Fleurs wurden während der NS-Zeit errichtet. Die ehemalige Ministerin Maggy Nagel hatte entschieden, dass vier der fünf Häuser abgerissen werden dürften. Nur das Haus in der Rue des Fleurs sollte erhalten bleiben.
Am 16. Dezember hatte das Verwaltungsgericht die Entscheidung der ehemaligen Ministerin aufgehoben. Laut LSAP-Bürgermeister Claude Haagen handelt es sich eigentlich um zwei Entscheidungen des Gerichts.
Kein Schutz
Die Bürgergruppe habe zwar mit ihrer Klage gegen die Entscheidung der Ministerin Recht bekommen. In Sachen Abrissgenehmigung folge das Gericht jedoch dem Standpunkt der Gemeinde. Laut Urteil sei nun aber keines der Gebäude mehr denkmalgeschützt.
Auch bleibe die erteilte Abrissgenehmigung bestehen, betont der Bürgermeister. In diesem Zusammenhang erinnerte Claude Haagen daran, dass sich der Gemeinderat bereits im Dezember 2012 mehrheitlich gegen die Aufnahme der Häuser in die Liste der erhaltenswerten Gebäude ausgesprochen hatte.
Die «Société nationale des habitations à bon marché»(SNHBM), möchte an an der Stelle neue Sozialmietwohnungen bauen. Zwei Häuser wurden inzwischen abgerissen und die Bauarbeiten für das erste der geplanten neuen Häuser laufen bereits auf Hochtouren.
Zu Demaart
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