Dies teilte Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) am Donnerstag per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Malala sei eine «mutige Anwältin für Erziehung», schrieb Schulz. «Sie erinnert uns an unsere Pflicht gegenüber Kindern, vor allem Mädchen».
Über die Preisvergabe entscheiden die Chefs der sieben Fraktionen und der Präsident des Europaparlaments. Die Entscheidung für Malala fiel nach Angaben von Fraktionssprechern einstimmig. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis soll der Jugendlichen am 20. November in Straßburg überreicht werden.
Außer der 16-Jährigen waren noch drei in Weißrussland inhaftierte Menschenrechtsaktivisten, unter ihnen der Vorsitzende des Menschenrechtszentrums Viasna und Vize-Präsident der Internationalen Vereinigung für Menschenrechte, Ales Bjaljazki, sowie US-Geheimdienstenthüller Edward Snowden nominiert.
Malala hatte in einem Blog für den britischen Rundfunksender BBC über ihr Leben im pakistanischen Swat-Tal berichtet, das zeitweise von den Taliban kontrolliert wurde. Sie schilderte die Unterdrückung der Bevölkerung, vor allem der Frauen und Mädchen, durch die islamistischen Fundamentalisten. Vor einem Jahr, am 9. Oktober 2012, griffen Taliban ihren Schulbus an und schossen der Jugendlichen in den Kopf. Malala wurde gerettet und lebt heute mit ihren Eltern und Brüdern in Großbritannien.
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