Stellen Sie keine Strandfotos Ihrer Kinder ins Internet. Das rät Mediencoach Kristin Langer von der deutschen Initiative «Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht». Schnappschüsse der Kleinen, auf denen diese in Badehose oder nackig am Strand spielen, können leicht in falsche Hände geraten.
Werden solche Fotos etwa in sozialen Netzwerken online gestellt, weitet sich der Kreis der Betrachter schnell aus, erläutert Langer. «Ich gebe die Entscheidung, wer das Foto schlussendlich besitzt, ab.» Zwar lässt sich der Zugriff in solchen Netzwerken einschränken. Es wird aber leicht unterschätzt, wie groß zum Beispiel der Kreis der Freunde von Freunden im Netzwerk sein kann. Unter den Betrachtern können am Ende auch Pädophile sein. «Es gibt Menschen, die das Netz systematisch nach Fotos durchsuchen, um sich sexuell zu stimulieren.»
Nur eingeschränkt sichtbar
Um zu verhindern, dass ein Foto in falsche Hände gerät, rät Langer dazu, «überschaubare, abgesicherte Veröffentlichungsräume» zu wählen. Das heißt zum Beispiel, die Fotos auf Seiten wie Facebook und Google+ nur für nahe Verwandte sichtbar zu machen.
Eltern kann es helfen, sich eine Situation abseits der virtuellen Welt vorzustellen, erläutert Langer: «Möchtest du, dass dieses Foto vor dem Rathaus ausgestellt wird, wo praktisch alle Leute der Stadt vorbeigehen können?» Wer auf Nummer sicher gehen will, lädt am besten nur Fotos hoch, auf denen das Kind nicht eindeutig zu erkennen ist, etwa mit Hut und Sonnenbrille.
Zu Demaart
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