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Keine Berührungsängste

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(Fpizzolante)

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Einen Tag nachdem sie im Parlament das neue Asylgesetz gestimmt haben, waren am Freitag einige Politiker in Sachen Flüchtlinge unterwegs.

Die Initiative zu diesem Besuch ging von der Luxemburger Delegation der Parlamentarischen Versammlung des Europarates aus, dem die Luxemburger Politikerin Anne Brasseur als Präsidentin vorsteht. Die Delegation besuchte die Strukturen in den Foyers Don Bosco, Lily Unden und die Erstaufnahme-Einrichtung in den Ausstellungshallen auf Kirchberg.

Hier werden Flüchtlinge, die sich in Luxemburg einfinden, für kurze Zeit untergebracht, ehe sie dann nach maximal einer Woche anderen Einrichtungen zugewiesen werden. Obwohl sie noch ein paar Tage in Zelten wohnen müssen, fehlt es den hier Ankommenden an Nichts. Die Betreuung wird durch das «Office luxembourgeois d’accueil et de l’intégration» (OLAI) gewährleistet, das die Leute an die verschiedenen Ministerien verweist, wo ihre Registrierung erfolgt und auch alle anderen administrativen Schritte abgewickelt werden. Unterstützt werden sie hierbei von zahlreichen freiwilligen Helfern.

Integration und Perspektiven

«Thank you Luxembourg» waren die ersten Worte der ersten Flüchtlinge, die am letzten 4. November als Erste hier unterkamen. Für die Luxemburger Politiker war besonders der Besuch in den Ausstellungshallen eine gute Gelegenheit, Ersteindrücke von Flüchtlingen vermittelt zu bekommen, die ihren langen Fluchtweg aus den Kriegswirren in Syrien oder dem Irak bis nach Luxemburg erst vor Kurzem mit ihrer Ankunft hierzulande vorläufig beenden konnten. Auch wenn es dabei vereinzelt Verständigungsschwierigkeiten gibt, da zwar viele, aber nicht alle Flüchtlinge, Englisch sprechen.

Es ging auch um Integration und um Perspektiven. Hauptsächlich für die Kinder der rund 130 Menschen, die zurzeit auf Kirchberg sind. Die Kinder sind für die meisten Flüchtlinge der Grund, warum sie den gefährlichen Weg raus aus den Kriegsgebieten überhaupt auf sich nehmen. Ihnen wollen sie eine Zukunft bieten, die in ihrer Heimat nicht mehr garantiert ist.

So ist denn auch eine der wichtigsten Sorgen der Eltern der weitere schulische Werdegang ihrer Kinder. Hier kommt man besser weiter als befürchtet. 112 Flüchtlingskinder besuchen inzwischen Luxemburger Lyzeen, vorrangig dort, wo Unterricht in englischer Sprache erteilt wird. In verschiedenen Grundschulen des Landes sind bereits 187 Kinder eingeschult.

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