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Kardinäle sollten nicht wie «Pharaonen» leben

Kardinäle sollten nicht wie «Pharaonen» leben

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Nach Enthüllungen über Verschwendung und Misswirtschaft im Vatikan ermahnt Papst Franziskus die Geistlichen.

Nach den jüngsten Enthüllungen über Misswirtschaft und Verschwendung im Vatikan hat Papst Franziskus die Geistlichen erneut zu einem Leben in Bescheidenheit ermahnt. «In der Kirche gibt es welche, die anstatt zu dienen und an andere zu denken, sich an der Kirche bereichern: die Karrieristen, diejenigen, die am Geld hängen», sagte Franziskus am Freitag während der Morgenmesse im Vatikan. Er habe schon viele Priester und Bischöfe mit einer solchen Einstellung gesehen. «Und das ist traurig, oder?»

Auch in einem Interview mit der niederländischen Obdachlosenzeitung «Straatnieuws» verurteilte der Papst den ausschweifenden Lebensstil einiger Geistlicher. Es sei nicht möglich, als Gläubiger «über Armut und Obdachlose zu sprechen und gleichzeitig ein Leben wie ein Pharao zu führen». Die Kirche müsse «ein Zeugnis der Armut» ablegen.

Enthüllungsbücher

Am Donnerstag waren zwei Enthüllungsbücher über das Finanzgebahren im Kirchenstaat erschienen. Die Autoren zitieren aus vertraulichen Dokumenten und werfen dem Vatikan unter anderem vor, mit Spendengeldern für kranke Kinder den luxuriösen Lebensstil einiger Kardinäle zu finanzieren.

Erwähnung findet in den Büchern unter anderen der frühere Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, der in einem fast 300 Quadratmeter großen Appartement im Vatikan wohnt. Dort seien aber auch andere Geistliche untergebracht, rechtfertigte sich Bertone am Donnerstag. Ein anderer ranghoher Kurienvertreter kündigte am Freitag an, er werde aus seiner 250-Quadratmeter-Wohnung bald in eine kleinere Wohnung umziehen.

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