Bei einem Innenministertreffen in Paris berieten Politiker und Experten der führenden Industriestaaten am Dienstag neue Abwehrpläne gegen den transatlantischen Drogenschmuggel. «Es ist in unser aller Interesse zu handeln», sagte Frankreichs Innenminister Claude Guéant zur Eröffnung der Konferenz.
Nach Angaben von Ermittlern und Experten bedienen sich Schmuggler immer raffinierterer Mittel, um Kokain von Südamerika in Richtung Europa zu bringen. Mittlerweile sind sogar U-Boote im Einsatz. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen ist der europäische Markt für das gefährliche Rauschmittel mittlerweile fast so groß wie der in den USA.
Zweihäufigste Droge
Kokain ist nach Cannabis die am zweithäufigsten konsumierte illegale Droge in Europa. Im Jahr 2010 wurden allein in Deutschland 3031 Kilogramm sichergestellt. Die Menge stieg im Vergleich zum Vorjahr um 78 Prozent auf den bislang höchsten Wert in der Bundesrepublik. Kokain wird aus dem Kokastrauch gewonnen.
Zu dem Ministertreffen in Paris reisten neben Vertretern der führenden Industrienationen und Russlands (G8) zahlreiche Gesandte anderer Staaten. Auch die Länder Kolumbien, Peru und Bolivien, in denen Kokain produziert wird, nahmen teil.
Zu Demaart
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