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Juncker: «Man kann nicht mit einem Fuß drinnen und mit einem Fuß draußen sein»

Juncker: «Man kann nicht mit einem Fuß drinnen und mit einem Fuß draußen sein»
(AFP/Frederick Florin)

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Im Streit um den EU-Austritt Großbritanniens hat EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker eine harte Haltung angekündigt.

Europa werde angesichts der britischen «Manöver» rund um den Brexit «unnachgiebig» bleiben, sagte Juncker am Freitag in Paris. «Man kann nicht mit einem Fuß drinnen und mit einem Fuß draußen sein. Und mit dem Fuß, der draußen ist, alles zertrampeln, was aufgebaut wurde.» Die Regierung in London hatte angekündigt, sie wolle nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union die Freizügigkeit für EU-Bürger einschränken.

Gleichzeitig will London aber auch nach dem Austritt aus der EU freien Zugang zum europäischen Binnenmarkt haben. Juncker wies dies am Freitag in Paris entschieden zurück: Wenn Großbritannien einen freien Zugang zum EU-Binnenmarkt haben wolle, dann müssten «alle Regeln und alle Freiheiten rund um den Binnenmarkt vollständig eingehalten werden». Zuvor hatte sich bereits Frankreichs Staatschef François Hollande mit ungewohnt scharfen Worten zum Brexit geäußert.

Harter Brexit

«Es muss eine Drohung geben, es muss ein Risiko geben, es muss einen Preis haben», sagte Hollande am Donnerstagabend in Paris mit Blick auf die Brexit-Verhandlungen. «Großbritannien hat sich für einen Brexit entschieden, ich glaube sogar, für einen harten Brexit.»

Nun müsse der Wille der Briten auch umgesetzt werden. Die Äußerungen des französischen Präsidenten wurden mit verantwortlich gemacht für eine rasante Talfahrt des britischen Pfund an den asiatischen Märkten am Freitagmorgen. In Tokio rutschte das Pfund zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit 1985.