Dies ergab eine interne Untersuchung, die das Madrider Königshaus nach einem Zeitungsbericht über ein angebliches Millionenerbe des Monarchen in der Schweiz eingeleitet hatte. Wie am Donnerstag aus Palastkreisen verlautete, waren die Bankguthaben in der Schweiz, die der König nach dem Tod seines Vaters Juan de Borbón vor 20 Jahren geerbt hatte, im Jahr 1995 aufgelöst worden. Die Gelder seien für die Begleichung von Verbindlichkeiten und für andere Zwecke ausgegeben worden. Sie seien weder nach Spanien noch in ein anderes Land transferiert worden.
Die Zeitung «El Mundo» hatte vor drei Monaten berichtet, Juan Carlos habe von seinem Vater in der Schweiz Guthaben von umgerechnet 2,3 Millionen Euro geerbt. Mehrere Parteien im Parlament verlangten daraufhin Aufklärung darüber, was es mit dem Erbe auf sich habe.
Der Verwaltungschef des Königshauses, Rafael Spottorno, konnte bei der vom ihm geleiteten Untersuchung den von der Zeitung genannten Betrag nicht bestätigen. Dies sei nicht möglich gewesen, weil die Geldhäuser, auf denen der Vater des Königs die Guthaben deponiert hatte, heute nicht mehr existierten, hieß es.
Zu Demaart
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