Die beiden französischen Korrespondenten des Senders Radio France Internationale (RFI), Ghislaine Dupont und Claude Verlon, waren am Samstag in der Stadt Kidal im Norden Malis entführt und wenig später tot aufgefunden worden. Nach Angaben der französischen Regierung vom Sonntag, wurden die beiden Journalisten erschossen. EU-Kommissionpräsident José Manuel Barroso spricht von einem «barbarischen Mord».
Nach dem Mord an den beiden Journalisten in Mali sind französische Regierungsmitglieder am Sonntag zu einer Krisensitzung zusammengekomen. Frankreichs Präsident François Hollande leitete das Treffen im Pariser Elysée-Palast, an dem unter anderen Außenminister Laurent Fabius und Justizministerin Christiane Taubira teilnahmen. Auch der Chef des Auslandsgeheimdienstes DGSE, Bernard Bajolet, war dabei.
Ermittlungen
Die Beratungen dauerten weniger als eine Stunde, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Hollande hatte am Samstag die Krisensitzung einberufen, um die Umstände der Tat zu klären. Justizministerin Taubira nahm an dem Treffen teil, weil die Staatsanwaltschaft in Paris am Samstag Ermittlungen wegen Entführung und Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Vorhaben eingeleitet hatte.
Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian, der sich auf einer Dienstreise in Mexiko befand, sowie Premierminister Jean-Marc Ayrault ließen sich von ihren Büroleitern vertreten.
ogo/bt
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