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Jean-Claude Juncker bedankt sich

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In einer von der Pressestelle der Regierung veröffentlichten Mitteilung bedankt sich der Luxemburger Premierminister und Chef der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker für den Friedensnobelpreis an die EU.

«Ich war nicht auf diesen Preis eingestellt, obwohl ich wusste, dass die Europäische Union einer der Vorschläge war, die dem Nobelpreiskomitee unterbreitet worden waren», so Juncker in einem Radio-Interview. Es sei manchmal gut, wenn man einen solchen Zuruf von außen bekommt, um daran zu erinnern, wieso die EU in der Welt als ein Modell für andere angesehen wird, erklärte Juncker.

Er erinnerte daran, dass die Europäische Union seit ihren Anfängen – und das fängt ja an mit der EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) 1952 – ein Friedensstifter in Europa gewesen sei. Auf dem europäischen Kontinent – «so oft gebeutelt, so oft zertrampelt, so oft gelitten» – habe man es fertiggebracht, «sich so zu verstehen, wie man sich versteht – trotz Divergenzen». Die Vorgehensweise der EU mache auch den Frieden in anderen Regionen der Welt möglich. Aus diesem Grund sei es eine gute Entscheidung des Nobelpreiskomitees.

«Die richtigen entscheidungen treffen»

«Die Europäer werden sich in diesen schwierigen Zeiten nicht mit dem Nobelpreis trösten, sondern erwarten sich in jedem Moment der europäischen Existenz, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden», betonte Juncker.

Diese Auszeichnung beschreibe einen historischen Prozess in seiner Dauer und in seinen Perspektiven. Europa habe es schon vor dieser Auszeichnung geschafft, für friedliche Verhältnisse auf diesem Kontinent zu sorgen, so der Eurogruppen-Chef. In dem Sinn sei der Preis eine Aufforderung, nicht in seinem Eifer nachzulassen und den geschaffenen Frieden zu erhalten. Es sei wichtig, diese Friedensbotschaft in den Rest der Welt zu tragen, wo die Kultur des engen Zusammenarbeitens nicht so stark ausgeprägt ist wie in Europa.