In Israel sind am Sonntag mindestens zwei aus dem Libanon abgeschossene Raketen eingeschlagen. Die beiden Katjuscha-Raketen seien aus einem fünf Kilometer von der Grenze entfernten libanesischen Dorf abgefeuert worden und in Nordisrael eingeschlagen, sagte ein Vertreter der libanesischen Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP.
Die israelische Armee erklärte, ersten Erkenntnissen zufolge seien drei Raketen abgefeuert worden. «Sicherheitskräfte suchen das Gebiet ab.» Die israelische Luftwaffe flog am Sonntagabend Gegenangriffe im Libanon. Der Südlibanon ist eine Hochburg der radikalislamischen Hisbollah-Miliz.
«Märtyrer»
Vor dem Raketenangriff hatte die Hisbollah bekanntgegeben, dass ein ranghohes Mitglied der Miliz am Samstag bei einem israelischen Luftangriff nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus getötet worden sei. Die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana sprach von einem «Terrorangriff» und bezeichnete Kantar als «Märtyrer». Auch ein Bruder Kantars betätigte dessen Tod. Wegen der Ermordung von drei Zivilisten, darunter ein kleines Mädchen, im Jahr 1979 war Kantar in Israel zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.
Er saß im Gefängnis, bis er 2008 bei einem Gefangenenaustausch freigelassen wurde. Im September setzten die USA Kantar auf ihre Terrorliste. US-Regierungsangaben zufolge hatte er in den vergangenen Jahren beim Aufbau einer «terroristischen Infrastruktur» für die Hisbollah auf den Golanhöhen eine Rolle gespielt.
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