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IS steckt hinter den Anschlägen

IS steckt hinter den Anschlägen
(Reuters/Pool)

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Frankreichs Präsident François Hollande macht IS für Anschlagsserie von Paris verantwortlich. Er verhängt am Samstagmorgen den nationalen Notstand.

«Frankreich wird alle verfügbaren Mittel einsetzen, um diese Gefahr zu bekämpfen. In Frankreich selber und auf der ganzen Welt,» sagt Frankreichs Präsident François. Man werde mit den Freunden auf der ganzen Welt kooperieren. «Frankreich wurde feige angegriffen,» fährt der Präsident fort. «Wir werden erbarmungslos sein mit den Barbaren des IS», sagt Hollande. «Das war ein Kriegsakt,» sagt Präsident Hollande. «Es ist eine Tat des IS» (Daesch), fügt er hinzu.

Islamischer Staat bekennt sich

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat die Verantwortung für die Anschläge von Paris übernommen.

«Acht Brüder mit Sprengstoffgürteln und Sturmgewehren» hätten den «gesegneten Angriff» verübt, erklärte die Extremistenorganisation am Samstag im Internet.
AFP

Nach Terrorangriffen an sechs Orten in Paris wurden laut einer Zwischenbilanz 128 Menschen und acht Attentäter getötet. Mehr als 250 Menschen wurden verletzt, 99 davon schweben in Lebensgefahr. Die Sprecherin des Pariser Staatsanwalts, Agnes Thibault-Lecuivre, sagte, es sei nicht auszuschließen, dass weitere Terroristen noch auf der Flucht seien.

Sprengstoffgürtel

In Frankreich herrscht nun drei Tage Staatstrauer und die höchste Sicherheitsstufe. Die meisten Opfer kamen in der Konzerthalle Bataclan ums Leben, wo eine US-Band auftreten sollte. Vor dem Gebäude eröffneten die Angreifer am Freitagabend zunächst mit Maschinengewehren das Feuer auf Cafés. Dann drangen sie in den Club ein und schossen um sich, ehe sie rund 100 Geiseln nahmen.

Als die Polizei einrückte, sprengten sie sich mit Sprengstoffgürteln selbst in die Luft, wie die Polizeipräfekt Michel Cadot mitteilte. Ein Polizeibeamter sprach von mindestens 100 Toten in dem Gebäude.

Explosionen

Beim Freundschaftsspiel zwischen Frankreich und Deutschland im Stade de France waren während der ersten Halbzeit am Freitagabend zwei laute Explosionen zu hören. Wie sich später herausstellte, nahmen insgesamt drei Selbstmordattentäter das Stadion ins Visier. Die Explosionen rissen drei Menschen mit in den Tod. Nach dem Spiel versammelten sich viele Zuschauer verängstigt auf dem Rasen.

Bataclan und Stade de France waren an jenem Abend nur zwei von mindestens sechs Orten, an denen die Täter zuschlugen. In einem Restaurant im 10. Arrondissement und mehreren anderen Lokalen wurden Dutzende weitere Menschen getötet.

Erst im Januar hatten drei Extremisten bei Anschlägen auf die Redaktion der Zeitschrift «Charlie Hebdo» und einen koscheren Supermarkt in Paris 17 Menschen getötet, bevor sie selbst erschossen wurden. Wegen des Terrors herrscht Sorge vor zwei geplanten Großveranstaltungen in Paris: Am Montag will die UN-Kulturorganisation Unesco Politiker aus aller Welt zu einer Konferenz zum Extremismus empfangen; am 30. November soll die Weltklimakonferenz in Paris beginnen.

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