Ein unter panamaischer Flagge fahrender Gastanker legte am Sonntagnachmittag in der Hafenstadt Umm Kasr ab, wie ein Sprecher des Ölministeriums bekanntgab. An wen die Lieferung gehen sollte, sagte er nicht.
Der Irak hegte bereits Ende der 1970er Jahre erste Pläne für den Export von Erdgas, doch diese wurden durch den Krieg gegen den Iran auf Eis gelegt. Damals wurden unter anderem die Exporthäfen zerbombt. 2011 bildete die Regierung schließlich ein auf 25 Jahre angelegtes Joint-Venture mit Royal Dutch Shell und Mitsubishi zur Förderung von Erdgas aus drei Feldern in der Provinz Basra.
Vorräte von 112 Billionen Kubikmeter
Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur sitzt der Irak auf Vorräten von 112 Billionen Kubikmetern Gas und damit auf dem elftgrößten Vorkommen der Welt. Die Regierung braucht das Geld aus dem Gasgeschäft, um den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat zu finanzieren.
Wie viele andere vom Öl abhängige Länder musste der Irak wegen der gesunkenen Weltmarktpreise drastische Rückgänge seiner Staatseinnahmen in Kauf nehmen.
Zu Demaart
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