Marina Owsjannikowa protestierte medienwirksam und offen im russischen Fernsehen gegen den Krieg. Die russische Redakteurin wurde danach wegen ihrer Äußerungen zum Russland-Ukraine-Krieg festgenommen und 14 Stunden verhört. Weitere Prozesse könnten folgen, weil die Journalistin ihre Stimme erhoben und aktiv „Stoppt den Krieg!“ gefordert hat. Neben den bereits verhängten Strafen wird es weitere Ermittlungen gegen sie geben, unter anderem wegen der angeblichen Verbreitung von Lügen über die russischen Streitkräfte. So wurde Owsjannikowa zur Kämpferin gegen Zensur.

Die bereits vorher wenig geachtete Meinungsfreiheit wurde in Russland mit Beginn des Krieges erneut eingeschränkt. Kritik am Krieg oder an Staatsoberhaupt Putin sind verboten, und bei Missachtung drohen Haft oder Ordnungsstrafen von mehreren Tausend Rubel.
Mehr als 13.500 Menschen sollen bereits aufgrund von Protesten gegen den Krieg festgenommen worden sein. Soziale Netzwerke werden vom Staat gesperrt. Bereits eine Woche nach Beginn der russischen Invasion in die Ukraine hat Russland angekündigt, die Social-Media-Plattform Facebook landesweit sperren zu wollen. Des Weiteren wurde Instagram ebenfalls verboten. Die russische Medienaufsichtsbehörde betreibt aktive Zensur.
Somit hofft man den Bürgern eine falsche Wahrheit aufzutischen und sie so zu manipulieren. Beim Veröffentlichen von angeblichen Falschinformationen über den Krieg drohen hohe Geldstrafen oder jahrelange Haft. Dies wirkt sich auch auf die Berichterstattung ausländischer Medien aus. Ausländische Medien berichten vorübergehend nur noch vorsichtig aus Russland heraus, aus Sorge um die eigenen Mitarbeiter, und um deren Leben nicht zu gefährden.
Nicht nur soziale Netzwerke, sondern auch sämtliche vorher noch existierenden unabhängigen russischen Medien wurden mittlerweile abgeschaltet oder mundtot gemacht, denn diese verbreiten aus Sicht des russischen Staates nur falsche Informationen. Russland vollzog einen medialen Kahlschlag.
Dabei beginnt die Zensur bei Kremlchef Putin, der seinem Volk einzureden versucht, dass es gar keinen Krieg gäbe und es sich bei dem angeblichen Angriff ja nur um eine Sonderoperation handele. Die Gegner werden unverfroren zu Nazis deklariert, um den völkerrechtswidrigen Krieg zu legitimieren. Putin will demnach Gutes bewirken, er will die Ukraine von den Neonazis befreien.
In der Ukraine hingegen gingen die Menschen vor dem Krieg jahrelang auf die Straßen, um für Demokratie und Meinungsfreiheit zu kämpfen, und obwohl auch die Ukraine weit entfernt war von einem perfekten Staat, hatte sich einiges seitdem zum Positiven gewandt. In Russland hingegen wurden mit dem Krieg in der Ukraine endgültig alle Hoffnungen auf Demokratie und Meinungsfreiheit zu Grabe getragen.
Zu Demaart
Um sich eine Meinung bilden zu können, muß man erst mal die ungeschönten Tatsachen kennen. An dieser Kenntnis mangelt es in Luxemburg wegen nach wie vor dominierenden nationalen Wagenburg-Denkmustern. Für weitere Erläuterungen stehe ich zur Verfügung. Meine E-Mail Adresse könnt Ihr beim Tageblatt erfahren. MfG Robert Hottua