Was hat den Krieg verursacht?
Der Krieg in Afghanistan begann im April 1978 mit einem Staatsstreich der kommunistischen Volkspartei, was einen Aufstand von Teilen der Bevölkerung verursachte. Im Dezember 1979 mischte sich die Sowjetunion in den Konflikt ein und setzte eine neue kommunistische Führung ein. Dies löste einen zehn Jahre andauernden Konflikt zwischen der sowjetischen Zentralregierung und den Mudschahedin aus.
Die Mudschahedin sind eine unter anderem von den Amerikanern geschützte Widerstandsgruppe, welche Teile des Landes verwüstete. 1992 brach das Ordnungssystem zusammen, da die Sowjetunion im Frühjahr 1989 abzog, und es folgte ein innerafghanischer Bürgerkrieg. Bis 1996 übernahm die Talibanbewegung einen Großteil des Landes.
Im Herbst 2001 fand eine von einer US-Regierung geführte Intervention statt. Die Taliban machten einen Rückzug nach Pakistan und konnten so ihre Führungsebene halten. 2003 führten sie einen Aufstand gegen die neue afghanische Regierung an.
Welche Maßnahmen werden gegen sie unternommen?
Nach 19 Jahren Krieg schloss Trump mit den Taliban zum 2. März ein Abkommen. Die USA sollten sich aus Afghanistan militärisch zurückziehen und die Taliban versprachen, dass sie Mudschahedin-Führer wie Osama bin Laden keine Zuflucht mehr bieten. Viele dachten, dass Trump das zustande brachte, an dem vor ihm zwei Präsidenten gescheitert waren. Doch wenige Tage nach dem historischen Friedensabkommen an diesem Samstag schossen US-Kräfte wieder auf die Taliban. Diese hätten nämlich am Montag angekündigt, die Kämpfe wieder aufzunehmen, und haben zahlreiche Angriffe gestartet. Sie hatten am Mittwoch 16 Soldaten der Provinz Kundus getötet und deswegen hätten US-Kräfte auch am Mittwoch geschossen.
Wer ist in dem Krieg involviert?
USA, Großbritannien, Deutschland, Kanada, die Niederlande, Frankreich, Italien, Australien, Dänemark, Spanien, Polen, Albanien, Bulgarien, Belgien, Schweden, Litauen, Ungarn, Kroatien, Portugal, Griechenland, Tschechien, die Türkei, Rumänien, Norwegen, Estland, Mazedonien, Neuseeland, Lettland, Finnland, Jordanien, die Slowakei, Slowenien, Japan, Island, Luxemburg, Irland, Aserbaidschan, Österreich, die Schweiz, Singapur und Georgien. Insgesamt gibt es 40 Länder, die ihre Soldaten nach Afghanistan geschickt haben.
Wie sehen andere Länder die Lage in Afghanistan?
Viele Länder kämpfen gegen die Terrorgruppen in Afghanistan. Sie möchten nicht, dass das Land von Terrorgruppen wie dem IS oder den Taliban erobert wird. Viele Länder sehen die Lage in Afghanistan kritisch und möchten den Menschen dort helfen. Sie schicken Hilfskräfte und Soldaten, die gegen diese Terrorgruppen kämpfen. Die USA wurden am 11. September 2001 von Terrorgruppen angegriffen und möchten, dass sich dies nicht mehr wiederholt.
Warum dauert der Krieg fast 19 Jahre?
Der letzte große Krieg war im Jahr 2001 mit den USA. Doch seitdem gibt es immer noch viele Kämpfe und Anschläge von verschiedenen Terrorgruppen. Die Taliban hatten von 1996 bis 2001 das Sagen und wollten an der Macht bleiben, was zu immer mehr Gewalt führte. Doch dies sind nicht die einzigen Probleme in Afghanistan. Es gibt auch viele Konflikte zwischen verfeindeten Gruppen und Familien. Vor allem in ländlichen Regionen kommt es deswegen häufig zu Gewalt. Andere Probleme in Afghanistan sind Kriminalität und Bestechungen in der Politik.
Was sind die Folgen?
Der Krieg hat viele Folgen. Das Land ist verwüstet. Fast jeder hat schreckliche Dinge gesehen und erlebt. Die meisten sind traumatisiert vom Krieg. All das führt zu noch mehr Armut.
Was sind die Motive, den Krieg weiterzuführen?
Es sind die Taliban, die immer weiter gegen die afghanische Regierung kämpfen.
Wie die deutsche Bundesregierung die Realität in Afghanistan ausblendet.
In Afghanistan finden noch immer Attentate statt. Deutschland schrieb ein Mandat, in dem die Verbesserung der Lage in Afghanistan beschrieben wird, was nach Ansicht der grünen Politikerin Agnieszka Brugger schon lange nicht der Wahrheit entspricht. Sie sagt zudem, dass das Mandat nach dem „Copypaste“-Prinzip verfasst wurde.
Gibt es jetzt Frieden? Ist Frieden in Sicht?
Zalmay Khalilzad, Vertreter der Taliban, unterschrieb in Katar ein Abkommen, in dem steht, dass die Taliban keine ausländische Wehrmacht angreifen. Donald Trump war mit diesem Abkommen zufrieden, da er seinem Land versprochen hat, die Soldaten wieder nach Hause zu bringen. Die Taliban werden dennoch die afghanischen Truppen angreifen. Deutschland ist mit dem Alleingang Trumps nicht einverstanden und sieht es für logistisch unmöglich, in kurzer Zeit alle Truppen wieder in das Heimatland zu bringen. Außerdem steht nichts im Mandat und die Wehrmächte können nicht einfach weggehen. Daran erkennt man, dass kein Frieden in Sicht ist.
Unsere Meinung:
Wir leben in einer Welt, die von Egoismus beherrscht wird. Es scheint, als ob alle Lösungen, die vorgeschlagen werden, nutzlos sind, um den Krieg in Afghanistan zu beenden. Auch eine Verhandlungslösung mit den Taliban erscheint wenig aussichtsreich. Trump macht Alleingänge zum Wohl seiner Stimmen, die er sich weiterhin erhofft, die Taliban wollen Regionen für sich ergattern und Deutschland versucht sich aus der Angelegenheit zu ziehen, indem es weiterhin beteuert, die Lage hätte sich verbessert. Doch kann man den Terrorgruppen vertrauen? Wenn jeder zusammenhalten würde, könnte man eine Lösung finden, die es ermöglichen würde, die Sicherheit der Menschen in Afghanistan zu fördern.
Quellen:
https://rp-online.de/politik/ausland/afghanistan-welche-laender-wieviele-soldaten-stellen_iid-8635665
https://www.zdf.de/kinder/logo/afghanistan-106.html
Bildquelle:
https://www.spiegel.de/politik/ausland/kriegsverbrechen-vorwurf-us-soldaten-sollen-afghanen-finger-abgeschnitten-haben-a-716540.html
www.schattenblick.de/infopool/repress/fakten/rf0r0004.html https://www.welt.de/politik/ausland/article4983378/Taliban-kaempfen-mit-modernen-deutschen-Waffen.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Agnieszka_Brugger
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