Die französische Feuerwehr hat am Freitag einen großen Waldbrand im Zentralmassiv bekämpft. Sie ist mittlerweile aber zuversichtlich, den Brand bald in den Griff zu bekommen, auch wenn er wohl erst in einigen Tagen vollständig gelöscht werden kann, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Es gebe nur noch wenige Brandherde. Menschen wurden nicht verletzt.
Das seit Donnerstag wütende Feuer in den Cevennen, einer beliebten Urlaubsregion, hat etwa 630 Hektar Wald zerstört. Ein Dorf konnte in letzter Minute vor den Flammen geschützt werden. Feuerwehrleute entzündeten ein Gegenfeuer, um die Ausbreitung des Waldbrandes zu verhindern.
Wind als Feind
Bis zu 950 Feuerwehrleute waren am Freitag im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen, das sich innerhalb weniger Stunden stark ausgebreitet hatte. Ein Feuerwehr-Sprecher sprach von einem „Mega-Feuer“. „Der Wind ist unser schlimmster Feind“, sagte ein Feuerwehrmann. Am Freitag gab es in der Region Windböen von bis zu 60 Stundenkilometern. Es waren mehrere Löschflugzeuge im Einsatz.
Das Feuer war am späten Donnerstagnachmittag beim Dorf Bordezac ausgebrochen, etwa 70 Kilometer von dem bekannten Aquädukt Pont du Gard entfernt. Etwa hundert Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Seitdem brachen in der Region noch weitere Feuer aus, auch an einer Autobahnausfahrt in der Nähe der Stadt Nîmes.
In der Gegend um Marseille kämpfte die Feuerwehr gegen mehr als 30 Brandherde. In Arles brach ein Feuer in einem Gewerbegebiet aus, das sich durch den starken Wind bis zur Nationalstraße 113 ausbreitete. 185 Feuerwehrleute und vier Löschflugzeuge waren dort im Einsatz. Nach Angaben der Feuerwehr wurden vier Häuser zerstört und vier weitere beschädigt.
Der Zivilschutz mahnt bis zum Wochenende zu höchster Aufmerksamkeit wegen der „sehr großen Gefahr von Bränden an der Mittelmeerküste“. Im Juni waren bei Waldbränden in den Pyrenäen bereits knapp 1.300 Hektar und im südfranzösischen Var etwa 1.800 Hektar Land abgebrannt. (AFP)
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