Gegen die portugiesische Unternehmensgruppe Espírito Santo Financial Group S.A. sowie die Rio Forte Investments S.A ist am Montag in Luxemburg ein Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Sie konnten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen.
Ein solcher Schritt war in Wirtschaftskreisen bereits seit längerem erwartet worden. Die – zu der GES-Gruppe gehörende – Investmentgesellschaft RioForte hatte bereits Mitte Juli fällige Verbindlichkeiten bei Portugal Telecom (PT) in Höhe von 847 Millionen Euro nicht bedienen können.
Die portugiesische Zentralbank ist seit Wochen bemüht, die angeschlagenen Großbank BES (Banco Espírito Santo) von den Turbulenzen abzuschirmen, die das Firmenimperium der Espírito-Santo-Gründerfamilie erfasst hatten. Die portugiesische Regierung lehnte ein Eingreifen ab und verwies darauf, dass die GES-Gruppe ein privates Unternehmen sei.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können