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In acht Minuten zu einem neuen Job

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LUXEMBURG - Man nehme rund 20 Arbeitgeber aus dem Banken- und Finanzsektor, tue dazu etwa 60 Arbeitssuchende und erlaube ihnen der Reihe nach, sich miteinander während knapp acht Minuten zu unterhalten.

Fertig ist das „Speed-Meeting“. Das erste Event dieser Art, organisiert vom IFBL („Institut de formation bancaire Luxembourg“) in Zusammenarbeit mit der ADEM, fand am Mittwochnachmittag in Hamm statt.

„Speed-Dating“ ist Ihnen vielleicht ein Begriff. Hierunter versteht man eine männlichen und/oder weiblichen Singles vorbehaltene Veranstaltung, in der es darum geht, sich in verschiedenen Runden und möglichst schnell potenziellen Beziehungspartnern vorzustellen.

Nach (fast) genau diesem Schema funktionierte auch gestern das erste „Speed-Meeting“ Luxemburgs. Allerdings hielten bei diesem vom IFBL in Zusammenarbeit mit der ADEM („Adminsitration de l’emploi“) und dem Arbeitsministerium organisierten Ereignis die Teilnehmer nicht nach einem Lebenspartner, sondern vielmehr nach einem neuen Arbeitgeber Ausschau. Denn bei den rund 60 Teilnehmern, die im Vorfeld das berufliche Wiedereingliederungsprogramm „Fit4Job“ erfolgreich durchlaufen hatten und ihrem beruflichen Profil entsprechend ausgewählt wurden, handelte es sich um Angestellte aus dem Banken- und Finanzsektor, die vor mehr oder weniger langer Zeit ihre Arbeit verloren haben. Rund 80 offene Stellen hatten die rund 20 Unternehmen, die sich gestern im Konferenz- und Veranstaltungsraum der Konfiserie Namur in Hamm eingefunden hatten, im Angebot.

Zwar orientiere sich das „Speed-Meeting“ am „Speed-Dating“, doch würde erstgenannte Veranstaltung doch etwas ernster genommen, erklärte uns IFBL-Projektleiter Ben Lyon das Prinzip.

Schließlich ginge es um Existenzen, um Einzelschicksale. Ziel der Veranstaltung sei es einfach, Kontakte zwischen Jobsuchern und Jobanbietern herzustellen, die auf dem klassischen Wege nicht zustande kämen. Die acht – oder genauer siebeneinhalb – Minuten, die jedem Kandidaten zur Verfügung stünden, um sich in mehreren Runden verschiedenen Arbeitgebern zu präsentieren, seien mehr als ausreichend, um einen ersten Eindruck von Können und Motivation zu vermitteln. Und darum ginge es vordergründig: den ersten, konkreten Kontakt. Klassische Bewerbungsgespräche sollen im Idealfall folgen.

Ähnlich positiv äußerte sich auch Arbeits- und Beschäftigungsminister Nicolas Schmit. Es sei dies ein erster, innovativer, aber aufgrund der ansprechenden Teilnehmerzahl ein vielversprechender Versuch, neue Wege bei der Arbeitsvermittlung zu gehen. Derzeit sei man dabei, über vergleichbare Projekte für andere Branchen nachzudenken. Eins zu eins übertragbar sei dieses gegebenenfalls aber nicht. Schließlich habe jeder Sektor seine Eigenheiten.