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Immer mehr Sexualstraftaten im Land

Immer mehr Sexualstraftaten im Land
(dpa)

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Die Police-Grand Ducale hat am Donnerstag die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2016 vorgestellt: Die Zahl der Einbrüche ist rückläufig. Allerdings gibt es immer mehr Sexualstraftaten in Luxemburg.

Wurden 2015 noch 40.363 Straftaten gezählt so waren es letztes Jahr nur noch 38.537. Pro 100.000 Einwohner wurden 2016 durchschnittlich 6.688 Straftaten registriert. Besonders die Zahl der Einbrüche ist rückgängig (-11 Prozent).
Eine Priorität der Polizei stellen in diesem Zusammenhang die Einbrüche in bewohnte Wohnungen dar.

Auch die gewalttätigen Überfälle nehmen ab. 2016 nahmen sie um 16 Prozent ab. Die meisten Fälle betreffen hier die Entwendung von Mobiltelefonen. Im letzten Jahr wurden acht Überfälle auf Geschäfte gemeldet. Zwei davon waren Tankstellen. Autos werden indes ebenfalls weniger geklaut. 2016 wurde ein Rückgang von 60 Fällen festgestellt. Ladendiebstähle und andere kleinere Delikte nahmen jedoch leicht zu und liegen knapp über 10.000 Fällen.
Im letzten Jahr musste sich die Polizei mit vier Morden und zwei Totschlagen beschäftigen. Dazu kommen 2.851 Fälle von Körperverletzung. Die Zahlen der häuslichen Gewalt sind mit 789 Fällen stabil. 254 Personen erhielten einen Hausverweis.

Höflichkeit nimmt ab

Polizisten sind nicht immer beliebt: so wurden 77 Dossiers wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und 215 Dossiers wegen Beamtenbeleidigung aufgemacht.

Sorgen bereitet die Zunahme von Sexualstraftaten: 135 Klagen wegen unsittlichem Verhalten und 106 Klagen wegen Vergewaltigung gingen 2016 bei der Polizei ein. Das waren insgesamt 73 Fälle mehr, als 2015. Man nehme jeden einzelnen Fall sehr ernst, wurde betont. Im Allgemeinen scheint die Höflichkeit abzunehmen. Die Polizei zählte letztes Jahr etwa 3.300 Beschwerden wegen Drohungen oder übler Nachrede.

Schließlich mussten sich die Beamten mit 3.981 Drogendelikten befassen (fast 700 Fälle weniger als 2015). Auf der anderen Seite stieg die Zahl der Betrunkenen in der Öffentlichkeit.

Die Aufklärungsrate hat sich 2016 von 45 auf 47 Prozent erhöht.