Das berichtete der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Reinhard Burger, am Mittwoch dem Gesundheitsausschuss des Bundestags in seinem Lagebericht. War am Dienstag noch von mehr als 80 Fällen die Rede, sollen es am Mittwoch bereits 138 sein. In Luxemburg sind die Behörden alamiert. Das Lebensmittelkontrollamt warnt vor Panikmache.
Weiterhin unklar ist, welche Lebensmittel mit den Durchfallbakterien verseucht waren. Die Vorsitzende des Gesundheitsauschusses, Reimann, erklärte, es gebe derzeit noch keinen offensichtlichen Verursacher. «Was aufhorchen lässt, ist die hohe Zahl der infizierten Frauen», sagte die Bundestagsabgeordnete. 69 Prozent der Erkrankten seien Frauen. Eine Erklärung könnte sein, dass sie sich bei der Zubereitung des Essens angesteckt hätten, sagte Reimann.
Keine genaue Zahlen
Auch die hohe Zahl schwerer Erkrankungen ist nach Angaben Reimanns ungewöhnlich. Unter den Infizierten ist nach Angaben Reimanns auch eine schwedische Reisegruppe, die Hamburg besucht hatte. Zehn Mitglieder wurden angesteckt, ein Patient ist schwer erkrankt, wie die SPD-Politikerin sagte. Die Gesamtzahl der EHEC-Infizierten ist nach ihren Angaben nicht genau zu bestimmen, weil die Bundesländer alle, auch von anderen Erregern ausgelöste Durchfallerkrankungen melden.
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