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Humala vorn – Aber Stichwahl

Humala vorn – Aber Stichwahl

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Der linksnationalistische Ex-Militär Ollanta Humala hat die Präsidentenwahl in Peru am Sonntag Prognosen zufolge gewonnen, jedoch die absolute Mehrheit verpasst.

Demnach kommt Humala auf etwa 31,6 Prozent der Stimmen. Er müsste sich damit am 5. Juni einer Stichwahl stellen. Das berichteten nationale Medien unter Berufung auf eine Nachwahlbefragung des Umfrageinstituts Ipsos Apoyo. Andere Umfrageinstitute veröffentlichten ähnliche Prognosen. Alle wiesen jedoch auf die hohe Fehlermarge von etwa drei Prozentpunkten hin.

Nach diesen inoffiziellen Zahlen war es zunächst unklar, ob die als autoritär und konservativ geltende Keiko Fujimori den Einzug in die Stichwahl schaffen würde. Sie ist die Tochter des wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption zu 25 Jahren Haft verurteilten früheren Präsidenten Alberto Fujimori. Chancen auf die zweite Runde wurden auch dem liberalen früheren Ministerpräsidenten Pablo Kuczynski eingeräumt. Keiko Fujimori lag bei 21,4 Prozent, der Finanzexperte Kuczynski bei 19,2 Prozent. Der frühere Präsident Alejandro Toledo landete demnach abgeschlagen bei 15 Prozent.

Die Wahl war ruhig verlaufen. Humala wurde jedoch von einigen Gegnern unter anderem als «Mörder» beschimpft, als er seine Frau zur Stimmabgabe begleitete. Gegner werfen ihm Menschenrechtsverletzungen im Kampf gegen linke Rebellen während seiner aktiven Militärzeit Anfang der 1990er Jahre vor.