«Luxemburg gibt das Mauern auf», titelt die Süddeutsche Zeitung auf ihrer Homepage. Gemeint ist die Hilfestellung, die deutsche Behörden im Kampf gegen Steuerhinterzieher aus Luxemburg bekommen.
Es habe im Großerzogtum ein Umdenken gegeben, da die deutschen Behörden vor rund anderthalb Jahren im gleichen Fall keine Hilfestellung erhalten habe. Die luxemburgische Staatsanwaltschaft verteidigt ihr Vorgehen unterdessen.
Bei den Durchsuchungen von Geschäftsräumen im Januar soll es um Steuerhinterziehung und Geldwäsche gegangen sein. An dem besagten Unternehmen sollen gut 50 Offshore-Gesellschaften hängen. Das Unternehmen soll seinen Klienten geholfen haben, größere Summen in Panama und anderswo zu verstecken um den deutschen Fiskus zu hintergehen, so die Süddeutsche Zeitung.
Durch eine, von der Finanzbehörde Nordrhein-Westfalen für knapp eine Million Euro gekaufte Offshore-CD kamen die Fahnder dem Unternehmen auf die Schliche.
Staatsanwaltschaft verteidigt vorgehen
Die Razzia soll im Januar stattgefunden haben, nachdem die luxemburgische Staatsanwaltschaft vor anderthalb Jahren, im gleichen Fall, ein Rechtshilfeersuch abgelehnt habe. Die deutschen Strafverfolger seien damals regelrecht düpiert worden, so die Süddeutsche Zeitung weiter.
Die luxemburgische Staatsanwaltschaft entgegnete dem, dass erst der Verdacht auf «systematisch betrügerische Machenschaften» vorliegen müsse und der Rechtshilfeersuch der Kölner Staatsanwaltschaft diesmal über ausreichende Elemente verfügt habe, um Durchsuchungen durchzuführen. Was die Durchsuchungen im Januar ergeben haben, ist hingegen nicht bekannt.
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