Sonntagmorgen gegen 03:00 Uhr bemerkten Bewohner des Mehrfamilienhauses an der Avenue Charlotte starke Rauchentwicklung im Untergeschoss des Gebäudes. Beißender Qualm breitet sich innerhalb von Minutem im ganzen Haus aus. Ein Ehepaar zieht am Feuermelder, nichts passiert. In Panik griffen sie nach den Feuerlöschern im Erdgeschoss. Auch diese funktionierten nicht. Dies wurde inzwischen von einem Anwohner vor Ort dementiert. «Es stimmt, der Rauchmelder hat nicht funktioniert. Feuerlöscher haben wir aber keine.» Dabei geht es um Wandhydranten.
Der Rauch in dem Gebäude breitet sich immer mehr aus. Er wabbert durch das Treppenhaus in die oberen Stockwerke. Das Paar läuft räus und klingelt bei den Nachbarn Sturm. Zur gleichen Zeit erscheinen die ersten Feuerwehrmänner vor Ort. Der Brand ist schnell lokalisiert. Drei Mülleimer brennen unweit von dem Gebäude. Der giftige Rauch zieht durch den Gebäudekomplex.
Heftige Reaktionen
Durch die starke Rauchentwicklung war der Fluchtweg durch das Treppenhaus versperrt. Feuerwehr und Polizei versuchten jetzt die Bewohner der oberen Etagen mit Sirenen zu wecken.
Zur gleichen Zeit versucht die Feuerwehr das Treppenhaus auszublasen. Die Anwohner konnten erst in den Morgenstunden gegen 06:00 wieder in die Wohhungen.
Die Bewohner sind sauer auf die zuständige Hausverwaltung. Vor Ort heißt es unter anderem:
-«Ich habe bereits vor Monaten bei der Hausverwaltung nachgefragt, ob der Rauchmelder und die Feuerlöscher (Wandhydranten) funktionieren. Bis heute habe ich keine Antwort bekommen.»
«Haben nie Zeit»
-«Hier wäre es fast zu einer Katastrophe gekommen. Hier hätten Menschen sterben können»
– «Wären die beiden Menschen im Erdgeschoss nicht gewesen, wie hätte man die anderen in den oberen Stockwerken warnen können?»
– «Zum Bezahlen der Rechnungen sind wir immer gut genug. Aber wenn es um unsere Sicherheit geht, haben sie nie Zeit.»
Kriminalpolizei ermittelt
Die Anwohner stellen sich die Frage, wie es möglich war, dass mitten in der Nacht die Mülltonnen brennen. Der Gebäudekomplex in Oberkorn besteht aus drei Wohnblöcken. Es ist Platz für bis zu 130 Mensschen. Derzeit ermittelt die Kriminalpolizei.
Zu Demaart
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