Bewaffnete Extremisten haben in der Nacht zum Montag im Norden der Halbinsel Sinai mehrere Kasernen und Polizeiwachen angegriffen. In der Provinzhauptstadt Al-Arisch und in den Ortschaften Scheich Suwaid und Rafah an der Grenze zum Gazastreifen wurden insgesamt drei Zivilisten getötet, wie Krankenhausärzte bestätigten. Früher am Sonntag waren bei den Kämpfen bereits zwei Soldaten und ein Polizist ums Leben gekommen.
Die bewaffneten Auseinandersetzungen dauerten die ganze Nacht über an. Auch am Montagvormittag flogen noch Hubschrauber der Armee über dem Gebiet zwischen Al-Arisch und der Grenze zum palästinensischen Gazastreifen.
Auf dem Sinai tummeln sich seit dem Arabischen Frühling islamistische Milizen und Schmugglerbanden. Immer wieder gibt es Angriffe auf Sicherheitskräfte. Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi am 3. Juli haben sich die Aktivitäten der Extremisten verstärkt.
Zu Demaart
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