Die Pannenserie der «Dreamliner» reisst nicht ab: Bei gleich zwei Maschinen des Typs gab es am Freitag in Grossbritannien ernste Probleme. Ein Flugzeugbrand legt Heathrow zeitweise lahm.
Wegen eines brennenden «Dreamliners» des US-Flugzeugherstellers Boeing sind am Freitag am Londoner Flughafen Heathrow zeitweise alle Starts und Landungen gestoppt worden. Dies teilte die Flughafenverwaltung mit. In der brennenden, abseits geparkten Maschine der Ethiopian Airlines hätten sich aber keine Passagiere befunden.
Umkehr wegen technischer Probleme
Für den US-Konzern Boeing könnte sich der Zwischenfall zu einem großen Problem auswachsen, zumal ebenfalls am Freitag ein in Manchester gestarteter Dreamliner wegen technischer Schwierigkeiten zurückkehren musste. Zu Jahresbeginn waren die Großflugzeuge bereits monatelang mit einem Flugverbot belegt gewesen, weil Batterien überhitzten und es zu Schwelbränden gekommen war. Erst seit April dürfen Dreamliner wieder eingesetzt werden. Nach den Ereignissen in Grossbritannien fiel der Börsenkurs der Boeing-Aktie um knapp fünf Prozent.
In Heathrow, einem der wichtigsten Luftdrehkreuze Europas mit täglich Hunderten von Starts und Landungen, rückte die Feuerwehr zur Bekämpfung des Brands aus. Im Fernsehen waren Bilder von gut einem Dutzend Löschfahrzeugen rund um die brennende Maschine zu sehen. Die Feuerwehrleute setzten offenbar brandhemmenden Schaum ein. Nach etwa einer Stunde wurden die Start- und Landebahnen wieder freigegeben.
Der in Manchester gestartete Dreamliner der Gesellschaft Thomson Airways, der sich auf dem Weg nach Florida befunden hatte, musste an seinen Ursprungsort zurückkehren, und alle 291 Passagiere gingen von Bord. Experten inspizierten das Flugzeug. Die Fluggesellschaft sprach von einer Vorsichtsmaßnahme. Was an der Maschine kaputt war, wurde zunächst nicht bekannt.
Zu Demaart
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