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Einem Reporter des Fernsehsenders FT2 gelang es in der Türkei in ein Flüchtlingsboot zu gelangen. Er filmte den ganzen Weg von der Türkei auf die griechischen Inseln mit.

Schreiende Kinder, aufgebrachte Frauen, besorgte Männer … Einem Reporter eines französischen Senders ist es gelungen sich An Bord des Bootes eines Schleusers zu schleichen. Er hatte die ganze Zeit die Kamera dabei und filmte die ganze Überreise von der Türkei auf die griechische Insel Lesbos, von wo viele Flüchtlinge ihre Reise nach Österreich und Deutschland fortsetzen wollen.

Man sieht im Film, wie die Menschen auf engstem Raum eingepfercht sind, in einem Boot mit einem kleinen Motor. Der Schleuser versprach den Flüchtlingen, dass sie in nur 45 Minuten «auf der anderen Seite» sein würden. Es dauerte aber mehrere Stunden, bis die Familien in Sicherheit waren. Schon das Ablegen in der Türkei klappte nicht reibungslos. Das Boot war auf Grund gelaufen. Die Schleuser zwangen daraufhin die Männer mit Waffengewalt es ins Meer zu schieben. Dann sprangen sie selbst in die Fluten und schwammen ans Ufer, wo sie feierten. Die Insassen des maroden Kahns überließen sie ihrem Schicksal.

Rettung in letzter Sekunde

Schon bald machten sich Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit unter den Reisenden breit. Die Dämpfe des Motors setzten den Passagieren zu. Dann fiel auch noch der Motor aus, mitten in der Nacht, irgendwo auf dem offenen Meer. Der Reporter verständigte die griechische Küstenwache. Diese sagte aber, dass es einige Zeit brauche, ehe sie da ist. Dann tauchte ein kleines Boot auf und versuchte zu helfen. Der Rettungsversuch eines kleinen Fischkutters gelang. Er schafft es, das vollbesetzte Boot in die Nähe der Küste zu ziehen.

Der Film soll illustrieren, wie Schleuser die Not der Menschen, die auf der Flucht vor dem Krieg sind ausnutzen, erklärt der Journalist seine Aktion.

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